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Steuerreform ohne Änderung

SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder verteidigt die Steuerreform und seine Forderung nach einer sechsten Urlaubswoche und will die Kontrolle von Geheimdiensten.

Wien – Andreas Schieder hat die Politik von Kindesbeinen an kennen gelernt. Sein Vater, Peter Schieder, war in den 80er-Jahren Umweltstadtrat in Wien, dann Zentralsekretär der SPÖ. „Die Politik, aber insbesondere die Sozialdemokratie, hat den Zug der Zeit an sich vorbeifahren lassen“, erinnerte sich der SPÖ-Klubobmann als Gast in der Lounge der Tiroler Tageszeitung in Wien an die damaligen Verhältnisse. Durch die Besetzung der Hainburger Au, die Affäre Waldheim und den Fall des Eisernen Vorhangs wurde er politisiert, erzählte er. Und seit der Nationalratswahl 2013 ist Schieder Klubobmann der SPÖ. Das Gefühl, dass die Politik in einer tiefen Vertrauenskrise steckt, war damals seine Motivation. Sein Ziel – gemeinsam mit ÖVP-Gegenüber Reinhold Lopatka – sei es, einen neuen Umgang zu pflegen. „Man kann anderer Meinung sein und gleichzeitig zu Lösungen kommen, ohne dass das Packelei ist“, beschreibt er die Diskussionskultur zwischen den Klubs. Als positives Beispiel nannte er die U-Ausschuss-Reform. Schieder verteidigt das Minderheitenrecht: „In einer ordentlichen Demokratie gehören Dinge untersucht, damit man sie klären kann. Das ist keine Frage von Sieg oder Niederlage.“


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