Salzburger Baumeister wegen Abgabenhinterziehung erneut vor Gericht

Salzburg (APA) - Wegen eines Richterwechsel ist der Prozess gegen einen Salzburger Baumeister wegen des Vorwurfs der gewerbsmäßigen Abgabenh...

Salzburg (APA) - Wegen eines Richterwechsel ist der Prozess gegen einen Salzburger Baumeister wegen des Vorwurfs der gewerbsmäßigen Abgabenhinterziehung in Höhe von rund 1,3 Mio. Euro heute, Freitag, am Landesgericht Salzburg neu durchgeführt worden. Die erste Verhandlung in dem Verfahren begann im Jahre 2011. Mit Martina Pfarrkirchner wurde nun die mittlerweile siebente Richterin damit betraut.

In den vier Jahren wurde 16 Mal verhandelt, nun hieß es wieder zurück an den Start. Der bisher unbescholtene Baumeister aus dem Flachgau hatte sich bisher zum Teil geständig gezeigt, die von der Staatsanwaltschaft angegebene Schadenssumme durch Umsatz- und Einkommensteuer-Entgang sei aber zu hoch, hier gebe es „massive Differenzen“, hatte sein Verteidiger erklärt. Er stellte heute einen Antrag auf Ablehnung eines Sachverständigen.

Der angeklagte Tatzeitraum bezieht sich auf die Jahre 1999 bis 2004. Bereits im Jahr 2000 hatte das Finanzamt bei einem Prüfungsverfahren schwere Mängel in der Buchführung des Unternehmens des Angeklagten festgestellt. Die Vorwürfe betreffen im Wesentlichen Schwarzgeldzahlungen bei diversen Privatbaustellen. Offiziell seien die Arbeiten zu 40 Prozent als Eigenleistung der Bauherren ausgewiesen worden, so die Staatsanwaltschaft. Zudem dürfte der Baumeister bei einer Vielzahl von Baustellen Material verrechnet haben, das aber offenbar für den Privatbau eines luxuriösen Einfamilienhauses für seine Frau verwendet wurde. Der Prozess wird noch einige Verhandlungstage in Anspruch nehmen. Er wurde auf 30. Juni vertagt.

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