Erzbischof und Imam aus Zentralafrika erhalten Aachener Friedenspreis

Aachen (APA) - Der katholische Erzbischof in Bangui und der Imam in der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik erhalten den diesjährig...

Aachen (APA) - Der katholische Erzbischof in Bangui und der Imam in der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik erhalten den diesjährigen Aachener Friedenspreis. Die Geistlichen Dieudonne Nzapalainga und Kobine Layam setzten sich gemeinsam für ein friedliches Miteinander der Religionen in ihrer Heimat ein, teilte die Bürgerinitiative Aachener Friedenspreis am Freitag laut Kathpress zur Begründung mit.

Nzapalainga und Layam wirkten im Konflikt zwischen der islamischen Rebellengruppe Seleka und den christlich geprägten Gegen-Rebellen der Anti-Balaka auf eine gewaltfreie zivile Konfliktlösung hin, hieß es. Beide Geistliche riefen ihre eigenen Gläubigen zu einem friedvollen Miteinander auf und treten offensiv für eine Entwaffnung aller Konfliktparteien ein.

Zudem wird eine Studenteninitiative aus Marokko ausgezeichnet, die sich dort Flüchtlingen widmet. Die aus vier Studenten bestehende Gruppe erhält den Preis für „engagierte ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit unter enorm erschwerten Verhältnissen“. Sie versorgten gemeinsam mit der diakonischen Organisation der evangelischen Kirche in Marokko Flüchtlinge, die nach oft jahrelangem Irren durch die Wüste völlig entkräftet und traumatisiert in Marokko stranden.

Der Aachener Friedenspreis wird seit 1988 an Personen und Initiativen verliehen, die sich „von unten“ für Frieden einsetzen. Die mit je 1.000 Euro dotierte Ehrung wird traditionell am Antikriegstag am 1. September überreicht.


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