Geprellte Phoenix-Anleger sollen im Juni Geld aus Insolvenz bekommen

Frankfurt am Main (APA/dpa) - Zehn Jahre nach dem spektakulären Zusammenbruch der Investmentgesellschaft Phoenix Kapitaldienst können geprel...

Frankfurt am Main (APA/dpa) - Zehn Jahre nach dem spektakulären Zusammenbruch der Investmentgesellschaft Phoenix Kapitaldienst können geprellte Anleger auf eine Erstattung von mehr als 35 Prozent ihrer Forderungen hoffen.

Voraussichtlich noch im Juni sollen insgesamt 230 Millionen Euro an 30.000 Anleger und andere Gläubiger verteilt werden, wie Insolvenzverwalter Frank Schmitt am Freitag nach der letzten Phoenix-Gläubigerversammlung in Frankfurt sagte. Die Insolvenzquote liege damit bei 36,3 Prozent, üblich seien durchschnittlich zwischen drei und fünf Prozent.

Die Firma Phoenix Kapitaldienst hatte mithilfe gefälschter Unterlagen Wertpapiergeschäfte vorgetäuscht und die Anleger seit Anfang der 1990er Jahre um gut 600 Millionen Euro geprellt. Der Betrug war Anfang 2005 aufgeflogen. Das Unternehmen musste Insolvenz anmelden. Maximal 20.000 Euro je Anleger hatte die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierunternehmen (EdW) an Geschädigte gezahlt.

Möglicherweise erhielten Anleger später noch einen kleinen Nachschlag, wenn alle noch laufenden Prozesse abgeschlossen seien, sagte Schmitt. „Das Verfahren war hoch komplex und ausgesprochen aufwendig.“

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