Conchita Wurst gibt auf lang erwartetem Debüt der Vielfalt den Vorzug

Wien (APA) - Das lang erwartete Debütalbum von Österreichs Song-Contest-Siegerin Conchita Wurst ist endlich fertig. Das Werk mit dem schlich...

Wien (APA) - Das lang erwartete Debütalbum von Österreichs Song-Contest-Siegerin Conchita Wurst ist endlich fertig. Das Werk mit dem schlichten Titel „Conchita“ (Sony) erscheint nächste Woche, am Freitag, dem 15. Mai. Neben den drei bereits bekannten Songs, allen voran natürlich „Rise Like A Phoenix“, gibt es neun neue Titel, bei denen die Song-Contest-Queen stilmäßig Disco bis Swing präsentiert.

Eine Bandbreite, die der Sängerin sehr wichtig schien: „Wie bunt und vielfältig das Album geworden ist, freut mich sehr. Alle Musikgenres, die mir gut gefallen, sind vorhanden. Sowohl die dramatische Ballade als auch die Dancenummer sind zu hören“, sagte Wurst im Promotext. Diese Stilvielfalt auf „Conchita“ schafft positiv betrachtet Abwechslung, lässt aber auch den sogenannten roten Faden ein wenig missen.

Nach einem ersten Hördurchgang blieben die beiden Nummern „Where Have All The Good Men Gone“ und „Out Of Body Experience“ hängen. Während der erstgenannte Song auf Swingelemente setzt, wird bei der „Out Of Body Experience“ mit orientalischen Klängen aufgewartet. Das größte Hitpotenzial dürfte jedoch der Ballade „Pure“ innewohnen, bei der in der Produzentenliste mit dem einstigen Sänger der Band Ultravox Midge Ure zudem ein bekannter Name aufscheint. Hier kann Wurst ihre Stimme gekonnt zur Geltung bringen, und der Song schafft es auch, jene gewisse Dramatik zu entwickeln, die man von „Rise Like A Phoenix“ kennt.

Mit ein wenig mehr Tempo lässt sich Wurst dann auf „Colours Of Your Love“ auf ihrem Debüt auch in der Disco blicken - ein Unterfangen, das mit Stimmverfremdungen umgesetzt wurde, in Summe jedoch nicht ganz überzeugen will. Mit dem „Firestorm“ wurde der erneute Weg zum Dancefloor mithilfe von Houseanleihen hingegen souveräner gelöst. Das Album endet noch einmal mit Balladen-Power und dem Song „The Other Side Of Me“.

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Insgesamt zeigt „Conchita“ mit seinem von zahlreichen Produzenten geprägten Stilmix, dass Conchita Wurst viele Genres meist recht annehmbar bis gut bedienen kann. Vielleicht wäre es aber auch lohnend gewesen, eine homogenere Zusammenstellung von Songs zu wählen und Wurst so genremäßig ein wenig stärker zu verankern. Wer sich jedenfalls dafür interessiert, wie die neuen Songs live klingen, der hat bereits am Wochenende nach dem Release die Chance, seine Neugier zu stillen. Sowohl beim Life Ball als auch bei der Eröffnung des Eurovision Fan Cafes in der Wiener EMS-Lounge steht Conchita auf der Bühne.

(S E R V I C E - www.conchitawurst.com)


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