94-prozentige Niederlage für die Heta in München

Klagenfurt/Wien/München (APA) - Mit einer fast vollständigen Niederlage der österreichischen Seite ist am Freitag der Prozess der Bayerische...

Klagenfurt/Wien/München (APA) - Mit einer fast vollständigen Niederlage der österreichischen Seite ist am Freitag der Prozess der Bayerischen Landesbank (BayernLB) gegen ihre frühere Tochter Hypo Alpe Adria (jetzt Heta) zu Ende gegangen. Überraschend verkündete die Vorsitzende der 32. Kammer am Landgericht München I Gesa Lutz am Nachmittag das Endurteil.

Die Heta wurde zur Zahlung von 2,6 Milliarden Euro nebst Zinsen an die Bayern verurteilt. Die Widerklage der Heta wurde zurückgewiesen.

Beide Seiten rechnen damit, dass der Prozess beim Oberlandesgericht München in die nächste Instanz geht. Der Prozess sei „grob verfahrensfehlerhaft“ abgelaufen, sagte Heta-Anwalt Daniel Busse nach der Urteilsverkündung.

Nur mit einem Teildarlehen in Höhe von 300 Millionen Schweizer Franken hatte die BayernLB keinen Erfolg. In diesem Fall erklärte sich die Münchener Kammer für unzuständig. Die Kosten wurden im Verhältnis 94 zu 6 zwischen Heta und BayernLB aufgeteilt. Dies bedeutet, dass die BayernLB zu 94 Prozent obsiegt hat.

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Zentral für die Entscheidung war nach den Worten der Gerichtsvorsitzenden Lutz die Auslegung des österreichischen Eigenkapitalergänzungsgesetzes (EKEG).

~ WEB www.heta-asset-resolution.com

http://www.bayernlb.de ~ APA552 2015-05-08/17:00


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