Eishockey: ÖEHV-Team vor entscheidendem WM-Doppelpack

Prag (APA) - Österreichs Eishockey-Team steht bei der WM in Prag nach dem 0:4 gegen Gastgeber Tschechien vor dem entscheidenden Doppelpack. ...

Prag (APA) - Österreichs Eishockey-Team steht bei der WM in Prag nach dem 0:4 gegen Gastgeber Tschechien vor dem entscheidenden Doppelpack. Die ÖEHV-Auswahl muss gegen Lettland am Samstag oder Deutschland am Montag (jeweils 16.15 Uhr/live ORF Sport+) zumindest zwei Punkte holen, um erstmals seit elf Jahren den Klassenerhalt zu schaffen.

Schnell regenerieren hieß es für die Österreicher nach dem Spiel gegen Tschechien. Nur 22 Stunden nach der Schluss-Sirene erfolgte das erste Bully gegen die Letten, die wegen des Abendspiels gegen Deutschland allerdings noch weniger Pause hatten. „Das Turnier geht an die Substanz, aber wir hatten sechs Wochen Trainingslager, haben gut und hart trainiert. Das darf keine Ausrede sein“, wollte Martin Schumnig keine Diskussion betreffend dem dichten Spielplan aufkommen lassen.

Die Letten haben gegen die Top-Nationen eine gute Figur gemacht. Wie sie gegen Österreich zu erwarten sind, konnte Daniel Ratushny nicht recht abschätzen. „Wir haben sie gegen Kanada gesehen. Wir wissen aber nicht, ob sie gegen uns ähnlich spielen werden. Das ist eine Mannschaft, die ein bisschen hinten sitzt wie Frankreich. Wichtig wird sein, dass wir viel Verkehr vor ihrem Tor generieren“, erklärte der ÖEHV-Teamchef.

Der Kanadier wird im Tor wieder auf Bernhard Starkbaum setzen, den er am Freitag gegen Tschechien beim Stand von 0:3 in der zweiten Pause auswechselte, um den Einser-Torhüter frisch zu halten. Ob Brian Lebler einsatzbereit ist, konnte Ratushny nicht sagen. Der Stürmer der ersten Linie beendete am Freitag das Spiel angeschlagen vorzeitig.

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Österreich muss jedenfalls die gute Defensivarbeit aus dem stimmungsvollen Spiel gegen den WM-Gastgeber mitnehmen, muss aber im Abschluss effizienter werden, um bestehen zu können. „Wir müssen offensiv daran arbeiten, mehr Pucks zum Tor zu bringen. Wenn uns das gelingt, haben wir gute Chancen in den nächsten beiden Spielen. Jetzt kommen die wichtigsten Spiele für uns“, betonte Konstantin Komarek.

Thomas Hundertpfund rechnete sich durchaus Chancen aus. Die Letten „sind eine starke Mannschaft, aber es ist sicher was drin für uns. Wir wissen, dass wir noch Siege brauchen und werden alles dafür tun, dass wir in den nächsten Partien Punkte holen. Ich glaube, dass es ein harter Kampf wird und eine enge Partie, hoffentlich mit dem besseren Ende für uns“, so der Stürmer.

Michael Raffl erwartet einen Gegner mit „russischer“ Spielweise. „Lettland ist vielleicht ein bisschen eine schwächere Russen-Mannschaft. Sie sind talentiert, eisläuferisch sehr gut. Wenn man sie spielen lässt, wird es nicht einfach. Wir werden uns eher auf die Defensive konzentrieren und vielleicht im Konter zustechen können“, erklärte der einzige NHL-Spieler im Kader.

An das bisher letzte Duell haben die Österreicher gute Erinnerungen, bei der WM 2013 in Helsinki gab es einen 6:3-Sieg - am Ende stand dennoch der Abstieg.


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