Abstiegskampf spitzt sich zu: „Löwen“ klettern aus dem Keller

Paukenschlag im Abstiegskampf: Der TSV 1860 und der VfR Aalen haben mit Auswärtssiegen wichtige Punkte geholt. Bouhaddouz schießt den SV Sandhausen mit einem Hattrick zum Klassenverbleib.

Rubin Okotie wurde in der 75. Minute ausgewechselt.
© gepa/Andreas Pranter

München – DerTSV 1860 München hat mit einemAuswärtssieg die Abstiegsränge verlassen.Die „Löwen“ gewannen mit 1:0 (0:0) beim FSV Frankfurt und stehen damit mit 33 Punkten auf Rang 15.Auch der VfRAalen darf nach dem 2:0(1:0)-Erfolg beiFortunaDüsseldorf wieder hoffen.Sie rücken dank des besseren Torverhältnisses auf den Relegationsrang vor, punktgleich mit St.Pauli und Aue (alle 31 Punkte). In der dritten Partie desAbends sicherte der SVSandhausen auch rechnerisch den Klassenverbleib.Die Mannschaft vonAloisSchwartz gewann mit 4:0 (1:0) beiRB Leipzig.

Von Anfang an agierten die unter Druck stehendenAalener zielstrebig und engagiert.Die Belohnung erfolgte nach einer knappen halben Stunde, als OrhanAdemi (27. Minute) nach einer Ecke am kurzen Pfosten lauerte und die Führung für den abstiegsbedrohten VfR erzielte. Später verwandelte Jürgen Gjasula einenFoulelfmeter (70.) und machte den Triumph derGäste perfekt. Aalen feierte den zweiten Erfolg in den vergangenen sieben Partien und schöpft trotz Punktabzug nun wieder neue Hoffnung. „Wir sind am leben, mehr aber auch nicht“, sagteAalensCoachStefan Ruthenbeck.

Mutig begannen auch die abstiegsbedrohten „Löwen“, eine erste Freistoßchance von MaximilianWittek (7.) konnteFSV-Schlussmann PatricKlandt parieren. In einer höhepunktarmenPartie sah es lange Zeit nach einem torlosenRemis aus, bis der eingewechselte ValdetRama (84.) die „Löwen“ und Trainer Torsten Fröhling nach einer Vorarbeit von DanielAdlung erlöste.

„Es ist scheißegal, wie der Sieg zustande gekommen ist. Wir wollten hier einfach nur gewinnen“, sagte 1860-KapitänChristopher Schindler.Für dieGastgeber aus Frankfurt (36 Punkte) wird es nach zehn sieglosenSpielen nun selbst noch mal eng im Keller. «Wichtig ist, dass wir als Mannschaft jetzt die richtige Reaktion zeigen», sagteFSV-CoachBenno Möhlmann nach seinem 500.Spiel als Zweitliga-Trainer.

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Vor denAugen des französischenSuperstars ThierryHenry,Weltmeister 1998 und Europameister 2000, zeigten die Gastgeber aus Leipzig eine schwache Partie.Nach derPleite beim FCSt.Pauli in derVorwoche schienen sich die Sachsen in Sachen Aufstieg aufgegeben zu haben und traten entsprechend lustlos auf.Sandhausen machte seine Sache gut und ging durch MarcoThiede (36.) in Führung. Im zweitenDurchgang legte Aziz Bouhaddouz (52./59./74.) mit einemHattrick nach und sorgte für dieEntscheidung.RBLeipzig hat damit auch theoretisch keine Chance mehr auf den Aufstieg. (dpa)


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