Serbien: Polizeikräfte in Grenzregion zu Mazedonien entsandt

Belgrad/Skopje (APA) - Nach dem Polizeieinsatz in der nordmazedonischen Stadt Kumanovo hat Belgrad am Samstag Polizeikräfte in die serbische...

Belgrad/Skopje (APA) - Nach dem Polizeieinsatz in der nordmazedonischen Stadt Kumanovo hat Belgrad am Samstag Polizeikräfte in die serbische Grenzregion zu Mazedonien entsandt. Die Anordnung dazu sei von Innenminister Nebojsa Stefanovic gekommen, meldete die serbische staatliche Presseagentur Tanjug.

Laut TV-Sender RTS wurden zugleich in der Sicherheitszone an der Grenze zum Kosovo 450 Angehörige einer serbischen Sonderpolizeieinheit stationiert. Der TV-Sender N1 berichtete über die angespannte Situation in der südserbischen Kleinstadt Presevo, die nahe an der Grenze zum Kosovo und Mazedonien liegt. Presevo ist eine ausschließlich von Albanern bewohnte Stadt.

Laut dem Sender sei der Polizeieinsatz gegen die Gruppe bewaffneter Personen in Kumanovo weiterhin im Gange. Derzeit würden Durchsuchungen in der Umgebung des Schauplatzes durchgeführt, wie das mazedonische Innenministerium demnach mitteilte. Nach Polizeiangaben sollen die Bewaffneten Anschläge auf staatliche Institutionen geplant haben. Angeblich stammten sie aus einem benachbarten Staat - der Name des mutmaßlichen Herkunftslandes wurde bisher offiziell nicht genannt. Zuvor war die Rede davon, dass es sich bei den Bewaffneten um Albern handeln solle.

Nach einem Polizeieinsatz gegen eine Gruppe Bewaffneter in der mazedonischen Stadt Kumanovo im Westen des Landes sind laut Medienberichten drei Polizisten inzwischen ihren schweren Verletzungen erlegen. Bei der Aktion kam es zu einer Schießerei, zwölf weitere Einsatzkräfte wurden verletzt. Kosovarische Medien berichteten, dass ein früherer Angehöriger der „Befreiungsarmee des Kosovo“ (UCK) dabei ums Leben gekommen sein soll. Zu der Zahl der Verletzten und Toten gab es zunächst keine offiziellen Angaben.

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