Mindestens drei Tote bei Absturz eines Airbus A400M bei Sevilla

Sevilla (APA/dpa/AFP) - Beim Absturz eines Airbus-Militärtransporters vom Typ A400M unweit des Flughafens im südspanischen Sevilla sind weni...

Sevilla (APA/dpa/AFP) - Beim Absturz eines Airbus-Militärtransporters vom Typ A400M unweit des Flughafens im südspanischen Sevilla sind weniger Menschen als ursprünglich angenommen ums Leben gekommen. Mindestens drei Besatzungsmitglieder fanden nach Angaben von Rettungskräften den Tod, zwei weitere wurden schwer verletzt. An Bord hatten sich insgesamt sieben Personen befunden. Zwei Crew-Mitglieder galten als vermisst.

Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy, der zunächst von acht bis zehn Toten ausgegangen war, bekundete den Hinterbliebenen sein Beileid. Die Maschine hatte sich auf einem Testflug befunden, als sie unmittelbar nach dem Start in einem unbewohnten Gebiet nördlich des Flughafens von Sevilla aus vorerst unbekannter Ursache abstürzte und am Boden aufschlug. Der Flughafen wurde daraufhin für mehrere Stunden geschlossen.

Bei den Opfern handelt es sich um spanische Airbus-Mitarbeiter. Einer der Verletzten musste künstlich beatmet werden. Der andere Verletzte habe Knochenbrüche und Verbrennungen erlitten, berichteten spanische Medien.

Die abgestürzte Maschine wäre für das türkische Militär bestimmt gewesen. Das teilt der Hersteller Airbus Defense & Space mit. Angaben zur Absturzursache machte das Unternehmen nicht. Der Pilot soll kurz vor dem Unglück noch einen Notruf abgesetzt haben. Nach dem Unglück wurde umgehend ein Krisenstab eingerichtet. In Sevilla steht das Endmontagewerk für den A400M „Grizzly“.

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Der taktische Militärtransporter soll die veraltete Transall ersetzen. Der erste Prototyp wurde Ende 2009 erprobt. Den ursprünglichen Plänen nach hätte schon 2008 die Serienproduktion anlaufen sollen. Airbus hat den A400M bisher aber erst an fünf Staaten ausgeliefert: Großbritannien, Malaysia, Deutschland, Frankreich und die Türkei.

Die deutsche Bundeswehr hat ihre erste und vorerst einzige Maschine im vergangenen Dezember erhalten. Insgesamt hat Deutschland 53 Maschinen bestellt. Der A400M zählt zu den Pannen-Projekten der Bundeswehr. Die Entwicklung der Militärmaschine hatte sich um Jahre verzögert, außerdem wurde das Flugzeug als zunächst geplant.

Ein Sprecher der Luftwaffe sagte nach dem Unglück am Samstagnachmittag: „Wir werden uns die Ursache für diesen Absturz ganz genau anschauen und kein Risiko für unser Personal eingehen.“ Der erste A400M sei momentan noch in der Einsatzprüfung durch die Luftwaffe.

Das propellergetriebene Flugzeug hat eine Gesamtlänge von 45 und eine Spannweite von 42,40 Metern. Bei einer maximalen Reisegeschwindigkeit von 780 Stundenkilometern kommt die Maschine bei 20 Tonnen Nutzlast auf eine Reichweite von maximal 6.390 Kilometern. Der A400M kann über längere Strecken im Tiefflug und zum Absetzen von Lasten oder Fallschirmspringern eingesetzt werden.


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