Formel 1: Mercedes sprach sich laut Wolff für fünften Motor aus

Montmelo/Barcelona (APA) - Das Topteam Mercedes will sich einer möglichen Aufstockung der Motorenzahl für die laufende Formel-1-Saison nicht...

Montmelo/Barcelona (APA) - Das Topteam Mercedes will sich einer möglichen Aufstockung der Motorenzahl für die laufende Formel-1-Saison nicht verschließen. Das betonte Motorsportchef Toto Wolff vor dem Grand Prix von Spanien. „Wir haben uns für den fünften Motor ausgesprochen, geknüpft an die Bedingung, dass wir am Freitag mehr fahren“, erklärte der Wiener am Samstagabend gegenüber Journalisten.

Derzeit stehen den Teams pro Auto alle Motorenkomponenten nur viermal zur Verfügung. Jede Überschreitung hat eine Rückversetzung in der Startaufstellung zur Folge. Weil viele Rennställe - allen voran Red Bull - bereits nach einem Saisonviertel an die Grenzen stoßen, wird am Donnerstag bei einem Treffen der F1-Strategiegruppe in Biggin Hill südlich von London über eine Lockerung diskutiert.

Eine Reglementänderung während der Saison bedarf allerdings der Einstimmigkeit. Diese gilt als unwahrscheinlich, zumal Rennställe mit problemlos laufenden Triebwerken ihren Wettbewerbsvorteil verlieren würden. „Auch für uns ist es performancemäßig nicht ideal, wir würden mit vier Motoren auskommen“, sagte Wolff. „Aber es geht darum, dass wir für den Fan auf der Strecke sind.“

300 bis 350 km sollen im Freitagtraining zumindest absolviert werden. Derartige Vorschriften scheinen allerdings schwer umsetzbar. Red Bull musste in Montmelo Kilometer sparen, weil Daniel Ricciardo bereits den vierten Motor der Saison im Auto hat. Wolff: „Die Debatte findet statt. Ich bin mir aber nicht sicher, ob alle Teams am Donnerstag dafür sind. Ein zusätzlicher Motor ist auch mit Kosten verbunden.“

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