Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 10.06.2017


Motor News

Die Hälfte der crashenden Prüflinge erhielt Bestnote

Der Mini Countryman der zweiten Generation bewährt sich vor allem beim Insassenschutz.<span class="TT11_Fotohinweis">Foto: Werk</span>

© Der Mini Countryman der zweiten Generation bewährt sich vor allem beim Insassenschutz.Foto: Werk



Wien – Bei den jüngsten Tests im Rahmen der Euro-NCAP-Crashreihe mussten sich vier Neufahrzeuge bewähren: der Mini Countryman der zweiten Generation, die neueste Auflage des Suzuki Swift, der Nachfolger des Nissan Micra und der vorgängerlose Skoda Kodiaq. Anhand verschiedner Kriterien (Erwachsenenschutz, Kindersicherheit, Fußgängerschutz, Fahrerassistenzsysteme) konnten sich vor allem die beiden Sport Utility Vehicles Countryman und Kodiaq in Szene setzen: Beide erzielten fünf von fünf maximal möglichen Sternen. Mit der gewöhnlichen Serienausstattung kam der Micra auf vier Sterne, der Swift auf drei. Allerdings: Die beiden zuletzt genannten Modelle können auch mit einem aufpreispflichtigen „Safety Pack“ aufwarten, was die Bilanz um jeweils einen Stern verbessert. Kritisch sieht dies ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang: „Einerseits ist jede Verbesserung der Verkehrssicherheit selbstverständlich zu begrüßen, andererseits darf der Unfallschutz jedoch keine Preisfrage sein.“ Allerdings: Gerade bei unteren Segmenten, bei Kleinwagen und Kleinstwagen, sind die Kunden besonders preissensibel, wie Hersteller im Allgemeinen betonen.

Mit der Option „Safety Pack“ erhalten die genannten Fahrzeuge mehr Fahrerassistenzsysteme, die ein Plus an Sicherheit erzielen. Beim Micra gibt es in diesem Zusammenhang einen Fahrspurassistenten, der bestrebt ist, den Kleinwagen innerhalb der Markierungen zu halten. Außerdem kommt ein Notbremssystem samt Fußgängererkennung zum Einsatz. „Dieser Assistent funktioniert sehr gut und kann Kollisionen mit Fußgängern vermeiden oder zumindest die Folgen abschwächen“, berichtet Lang. Auch beim Swift können Notbremsassistent und Geschwindigkeitsassistent bestellt werden.

Generell empfiehlt Lang den Autoproduzenten, beim Fußgängerschutz nachzulegen, da hier noch ein Optimierungsbedarf bestehe. (hösch)

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