Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 02.12.2017


Los Angeles Auto Show

Auch als Neuer noch ganz der Alte

Jeep stellt auf der Los Angeles Auto Show die neue Wrangler-Generation vor, Mercedes zauberte einen neuen CLS hervor und Mazda lässt den überarbeiteten Mazda6 strahlen.

© HerstellerAbwärts geht es mit einem Volvo allenfalls im topographischen Sinn, die Verkäufe legen markant zu.



Los Angeles – Die Los Angeles Auto Show mag noch nicht ganz die Wirkung haben, wie sie etwa die North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit hat – dennoch wird sie von zahlreichen internationalen Herstellern ernst genug genommen, um sie für Weltpremieren ins Auge zu fassen. Vertreten ist beispielsweise Porsche mit neuen Derivaten.

Mit etwas Speziellerem können die Stuttgarter Rivalen aus dem Hause Daimler aufwarten. Mercedes hat die kalifornische Millionen-Metropole dafür ausgesucht, um den neuen CLS vorzustellen. Der Vorvorgänger begründete als viertüriges Coupé eine neue, heißbegehrte und vor allem profitable Nische, die inzwischen zahlreiche Konkurrenten aufgeweckt hat. Mit der dritten Generation, die bei uns voraussichtlich im Frühjahr auf den Markt kommen wird, tut sich wieder einiges, auch wenn die typische Silhouette beibehalten wird. Allerdings orientiert sich der neue CLS an der Formensprache der aktuellen Limousinen (S-, E- und C-Klassen), diese sind auch richtungsweisend, was die Technik, insbesondere die Fahrerassistenzsysteme und das Infotainmentsystem betrifft. Mit drei aufgeladenen Sechszylinder-Aggregaten wird der neue CLS anfangs lieferbar sein, sie decken ein Spektrum ab, das von 286 bis 367 PS reicht. 4Matic-Allradantrieb ist serienmäßig.

Mit zwei angetriebenen Achsen, allerdings einer anderen Technik, wird die neue Wrangler-Generation von Jeep vorfahren. Die Formensprache orientiert sich am Vorgänger, mit einigen Anpassungen. Zwei Allradsysteme sind für den Offroader eingeplant, außerdem verschiedene Motorvarianten, die einen neuen Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner und einen Dreiliter-Diesel (voraussichtlich ab 2019) einschließen. Noch gibt es keinen Termin für den Europa-Start.

Der Mazda6 erhält nächstes Jahr ein Facelift.
- Hersteller

Der steht dafür für den überarbeiteten Mazda6 zumindest einigermaßen fest. Im zweiten Halbjahr 2018 kommt er auf den Markt, dann erstmals auch mit einem 2,5-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor, der über eine Zylinderabschaltung verfügt. Zu den Adap­tierungen zählt unter anderem ein neuer Kühlergrill, wie er anhand der viertürigen Limousine in Kalifornien gezeigt wird. Neu ist außerdem, dass die Nebelscheinwerfer in den LED-Hauptscheinwerfern integriert sind. Vom Facelift profitiert überdies der Innenraum. Der Hersteller verspricht neu geformte Sitze samt Klimatisierung, neue Materialien (Wildleder, japanisches Sen-Holz), zusätzliche Staufächer und einen adaptiven Tempomaten mit Stoß&Go-Funktion sowie eine 360-Grad-Kamera, die eine Rundumsicht ermöglicht.

Mit einem neuen SUV ist die Nissan-Tochter Infiniti in Los Angeles prominent vertreten. Der QX50 ist das erste Modell, das in den Genuss des neuen Zweiliter-VC-Vierzylinder-Turbobenziners mit variabler Verdichtung kommen wird. (hösch)

Voraussichtlich im März geht die dritte CLS-Generation von Mercedes-Benz an den Start.
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