Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 02.12.2017


Lange Nacht der Fahrtechnik

Ein Experiment mit Folgen

Ausgebucht war der neue ÖAMTC-Kurs „Lange Nacht der Fahrtechnik“.

© HöschelerDer ÖAMTC hatte zur „Langen Nacht der Fahrtechnik“ eingeladen:



Innsbruck – Einen neuen Ansatz, Sicherheitsthemen im Straßenverkehr zu vermitteln, verfolgte der ÖAMTC vor wenigen Tagen. Der Club hatte zur „Langen Nacht der Fahrtechnik“ eingeladen, um den Kursteilnehmern zu zeigen, welche besonderen Gefahren für Verkehrsteilnehmer in der Dämmerung und in der Nacht herrschen. Dabei ging es nicht nur um bloße Theorie, sondern auch um die praktische Erfahrung auf der Straße – so auch am Gelände des ÖAMTC-Fahrtechnikzentrums am Zenzenhof in Innsbruck. Dort führte Leiter Hubert Sima in die Materie ein, ehe dann seine Instruktoren das Zepter übernahmen und die Teilnehmer Übungen auf spärlich beleuchteten oder gar unbeleuchteten Strecken machen ließen. „Licht ist ein ganz wichtiger Bestandteil“ befand Sima, angesprochen auf wesentliche Sicherheitsfaktoren in der Nacht. Insofern gibt er sich erfreut, da die Scheinwerfer neuerer Fahrzeuge viel mehr können als die älterer. Hier verweist er unter anderem auf Kurvenlicht, auf adaptive Funktionen und natürlich auf die technische Entwicklung, die von Halogenstrahlern über hellere Xenonleuchten bis zu aktuellem LED-Licht (und in einigen Fällen sogar Laserlicht) führt. Im Weiteren empfiehlt Sima, darauf zu achten, dass die Scheinwerfer immer sauber gehalten werden, ebenso die Scheiben. Besonders riskant sei in der Nacht das Übersehen von am Straßenrand gehenden Passanten (in dunkler Kleidung) und von Tieren – hier rät Sima: „Fahren Sie mit reduzierter Geschwindigkeit.“ Nicht reduzieren, sondern erhöhen möchte ÖAMTC das Angebot der „Langen Nacht der Fahrtechnik“, denn: „Wir waren sofort ausgebucht“, sagt Sima. (hösch)

Hubert Sima, Leiter des ÖAMTC-Fahrtechnikzentrums am Zenzenhof in Innsbruck, zeigte sich zufrieden mit dem Teilnehmerandrang.
- Höscheler



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