Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 13.01.2018


Vienna Autoshow

Stilvoller Start ins Autojahr ’18

Die Wirkung der Vienna Autoshow ist zwar regional begrenzt, dennoch lockt sie rund 150.000 Besucher, fast alle Autoimporteure und sogar eine Weltpremiere an.

© HoudekAuf der Vienna Autoshow wurde von Citroën der überarbeitete C4 Cactus enthüllt.



Wien – Die Messemuffel gibt es zwar weiterhin, an Zahl sind sie aber nicht allzu groß. Volvo hält nicht genug von der Vienna Autoshow, um dort einen Stand zu mieten, auch Mazda hält sich schon seit Jahren fern. Die meisten anderen Importeure nutzen jedoch die Gelegenheit, gleich zu Beginn des Jahres für ihre neuesten Produkte zu werben. Dutzende Österreichpremieren sind vertreten, eine wird sogar als Weltpremiere angepriesen (obwohl bereits im Herbst des Vorjahres schon eine Produktvorstellung in Paris stattgefunden hat). Bezogen auf reine Messeauftritte handelt es sich jedoch beim C4 Cactus tatsächlich um eine Weltpremiere – wobei Citroëns Mischung aus Kleinwagen, Kompaktwagen und Sport Utility Vehicle grob betrachtet nur ein Facelift darstellt. Das jedoch hat es in sich, zahlreiche technische Neuerungen kommen mit dem Modell, außerdem gibt es auch äußerlich deutliche Änderungen: Die markanten Airbumps, sozusagen ein seitlicher Rempelschutz, wirken in der Neufassung gediegener als zuvor. Erhältlich ist der aufgefrischte Franzose ab 16.990 Euro.

Die Citroën-Abspaltung DS ist ebenfalls auf der Vienna Autoshow mit einer Neuheit vertreten – und zwar mit dem DS7 Crossback, einem kompakten Sport Utility Vehicle. Dieses signalisiert einerseits einmal mehr die vielseitige Einsetzbarkeit der Groupe-PSA-Plattform EMP2, andererseits den Willen des französischen Konzerns, der Marke DS mehr Pfiff zu verleihen.

Den erhofft sich auch Ssang­Yong – das Label ist in Wien mit den überarbeiteten Versionen des Tivoli und des XL1 zugegen, spricht passenderweise vom Modelljahr 2018. Die beiden Sport Utility Vehicles glänzen mit angepasster Front und aufgewertetem Innenraum.

Daneben fand sich der DS7 Crossback.
- Houdek

Erstmals auf der Vienna Autoshow zeigt sich die Nutzfahrzeugmarke Iveco (zählt zu CNH Industrial), die die Präsenz dafür nützt, alternative Antriebe anzupreisen. So wird der Daily gezeigt, unter anderem mit Erdgasantrieb und mit Elektromotor. Alternatives stammt auch von Nissan: Der japanische Hersteller zeigt schon vor dem Marktstart die zweite Generation des Elektrowagens Leaf, außerdem den mit einem größeren Akku versehenen e-NV200. Allianz-Partner Renault hebt die Alpine, den Mégane R.S. und den neuen Duster von der Tochtermarke Dacia hervor.

BMW trommelt für den offenen Plug-in-Hybrid-Sportwagen i8 Roadster, außerdem für die überarbeiteten Vans 2er Active Tourer und 2er Gran Tourer (siehe auch Seite 8), während Konkurrent Mercedes unter anderem mit dem neuen Pick-up X-Klasse das Publikum beeindrucken will. Opel stellt die SUV Crossland X und Grandland X ins Rampenlicht, Suzuki wirbt für den Swift Sport, Toyota für den Yaris GRMN (siehe auch Seite 1), Lexus für die fünfte LS-Generation. Besonders nobel ist Rolls-Royce unterwegs – mit dem neuen Phantom. Auch Maserati zieht es zur Vienna Autoshow, ebenso die Verwandtschaft von Fiat. Ford glänzt mit dem facegelifteten EcoSport.

Besonders groß fällt traditionell der Auftritt der VW-Konzernmarken auf – neun Österreich-Premieren unterschiedlicher Labels sind hierzu zu finden, darunter der Continental GT von Bentley. Die Vienna Autoshow ist noch bis morgen (Sonntag, 14. Jänner) geöffnet. (hösch)

Den größten Stand haben die VW-Konzernmarken.
- Andreas Kolarik