Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 26.05.2018


Motor News

SUV-Funktion folgt der EMP2-Plattform

Bis vor Kurzem hat die Marke Citroën auf dem Markt Anteile verloren – neue Karosseriekonzepte wie der C5 Aircross und innovative technische Lösungen stehen aber für einen markanten Umschwung.

© HöschelerDer C5 Aircross ist nach Jahreswechsel bei uns erhältlich.



Von Markus Höscheler

Paris – Schon einmal bediente Citroën den europäischen Markt mit Sport Utility Vehicles, und zwar mit umgebauten japanischen Modellen, deren technische Basis Mitsubishi stellte. Erfolgreich war das nicht wirklich. Seit dem Vorjahr geht Citroën einen anderen Weg, um die steigende SUV-Nachfrage bedienen zu können. Dabei leiht sich die Doppelwinkelmarke wiederum den Unterbau aus, dieses Mal aber konzernintern bei der Groupe PSA. Die stellt schon seit einigen Jahren mit EMP2 ein flexibles Baukastensystem bereit, das sich sowohl für Kompaktwagen als auch Lieferwagen, für Kompaktvans wie für Mittelklassemodelle eignet. Wie wichtig EMP2 für die Groupe PSA schon geworden ist, zeigt allein der Auto&Motor-Teil der heutigen Tiroler Tageszeitung: Wir berichten ausführlich über drei Derivate, den Peugeot Traveller, den DS 7 Crossback und – auf dieser Seite – den C5 Aircross von Citroën.

Das 4,5 Meter lange Fahrzeug, in China schon seit Herbst 2017 am Markt, wird bei uns Anfang 2019 zu den Händlern rollen. Es soll den erfolgversprechenden neuen SUV-Schwerpunkt der Marke, begonnen vor einigen Monaten mit dem bisher über 80.000-mal verkauften C3 Aircross, fortsetzen. Während das zuletzt erwähnte Modell das Segment subkompakter SUV bedient, greift der C5 Aircross eine Klasse darüber die an Zahl nicht eben wenigen Wettbewerber an. Citroën muss sich dabei vorwerfen lassen, recht spät zu handeln. Immerhin fällt der C5 Aircross mit frischer Formensprache auf. Einzelheiten wie der breite, die Scheinwerfer verbergende Kühlergrill, schwarze A-Säulen, integrierte C-Säulen, geschwungene Fensterleisten aus Chrom und prominent platzierte Tagfahrlichter verschaffen dem im französischen Rennes produzierten SUV nahezu ein Alleinstellungsmerkmal.

Äußere Designelemente werden im Innenraum zitiert, eine ausladende Armaturentafel bietet Platz für ein hochauflösendes, helles und volldigitales Instrumentarium, positioniert hinter dem Lenkrad. Daneben gibt es erwartungsgemäß einen weiteren Bildschirm mit Berührungsfunktion, der vor allem für die Navigation gedacht ist. Bei den Sitzen setzt Citroën traditionell auf hohen Komfort, hier perfektioniert durch ein neues Fahrwerks-Federungssystem mit hydraulischem Anschlag.

Konventioneller ist zunächst das Motorenprogramm ausgelegt, das anfangs aus aufgeladenen Benzinern und Dieseln besteht, die ein Leistungsspektrum von 130 bis 180 PS abdecken. Gut ein Jahr nach Marktstart wird aber ein Plug-in-Hybrid nachgereicht, wie Citroën-CEO Linda Jackson bei der Präsentation des C5 Aircross versicherte. Damit werde eine umfassende Elektrifizierung der Modellpalette angestoßen, die auch reine Elektroautos beinhaltet.

Des Stromes bedienen sich bei den Modellen mit reinen Verbrennern natürlich die vielen Fahrerassistenzsysteme, die Citroën für den C5 Aircross vorgesehen hat. Aber nicht nur damit können die Franzosen in die Werbung gehen, sondern auch mit den Einzelsitzen auf der Rückbank, die 15 cm längs verschiebbar ist; mit dem Kofferraum, der wenigstens 580 Liter anbietet; und mit zahlreichen Möglichkeiten der Individualisierung.




Kommentieren


Schlagworte