Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 02.06.2018


Motor News

“eHighway“: Oberleitung für die Brummer

Eine Elektrifizierung der besonderen Art könnte sich bei Lkw abzeichnen.

© WerkIn Schweden erprobt Scania bereits Lkw mit Stromabnehmer, nun ist Deutschland an der Reihe.



Innsbruck – Noch ist es ein Forschungsprojekt, und vorwiegend ein deutsches: der eHighway. Dabei geht es um die Elektrifizierung im schweren Nutzfahrzeugsektor – was die Einrichtung von Stromleitungen mit sich bringt. Derzeit sind drei Teststrecken in Deutschland (Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Hessen) geplant. Ziel des Vorhabens ist es, Lösungen zu finden, um den CO2-Ausstoß durch schwere Nutzfahrzeuge deutlich zu reduzieren. Den eHighway nimmt jedenfalls die VW-Tochtermarke Scania ernst und beteiligt sich mit Elektro-Hybrid-Fernverkehrs-Lkw an dem Vorhaben. Weitere Projektpartner sind die deutsche Bundesregierung, die VW-Konzernforschung und Siemens.

Scania will zunächst zwei Prototypen bereitstellen – allerdings mit unterschiedlichen technologischen Grundlagen. Ein Forschungsfahrzeug soll nur mit einer Batterie bestückt sein, die über eine Kapazität von 15 Kilowattstunden verfügt. Das zweite wirkt demgegenüber innovativer, dank der Installation von mehreren Batterien. Ein weiteres wichtiges Detail ist die Verwendung von Stromabnehmern, wie wir sie sonst von Straßenbahnen und Lokomotiven kennen. (hösch)