Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 07.12.2018


Mercedes

Pulsbeschleuniger: Mercedes erleichtert Einstieg in AMG-Welt

Mercedes erleichtert mit dem AMG A 35 den Einstieg in die Welt der Driving-Performance. Ein Schnäppchen ist der Kraftbolzen nicht, aber pure Faszination auf Rädern.

© WerkNur 4,7 Sekunden benötigt der Mercedes-AMG A 35 AMG 4Matic für den Sprint von null auf 100 km/h.



Von Walter Schrott

Palma de Mallorca – Echte Benzinbrüder schnalzen bei den drei Buchstaben AMG mit der Zunge. Sie wissen, dass sich dahinter reinrassige Fahrmaschinen verbergen. Wobei verbergen der falsche Ausdruck ist. Denn so auffällig, wie sich die Autos aus der PS-Schmiede Affalterbach präsentieren, kann es keine Zweifel über deren Absichten geben. Das weniger informierte Autofahrervolk kann das eher selten beobachten, denn die Tarife für die edlen Renner sind gesalzen. Sie sind also nicht gerade an jeder Ecke zu bewundern. Aber immer öfter, denn Mercedes will den Einstieg in die AMG-Welt über die kompakte A-Klasse erleichtern.

Ab sofort gesellt sich der AMG A 35 zur schnellen Truppe. Mit 306 PS und 400 Newtonmetern Drehmoment unter der Haube. Diese Kräfte entspringen einem neuen 2.0-Vierzylinder, der von zwei Turboladern beatmet wird. Den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 erledigt der Kraftbolzen in 4,7 Sekunden, erst bei 250 Sachen endet der Vortrieb. Der Allradantrieb 4Matic, fünf Fahrprogramme und das Ride-Control-Fahrwerk (optional mit adaptiver Dämpferverstellung) sorgen dafür, dass die Kraft optimal auf den Asphalt gebracht werden kann und der Sportler sicher durchs Kurvenreich prescht. Für die Kraftübertragung ist das AMG-Speedshift-Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe zuständig.

Der rassige Sportler kauert tief am Asphalt und outet sich mit Design-Highlights als Mitglied der AMG-Familie. Dazu gehören die AMG-Doppellamelle samt AMG-Schriftzug im Kühlergrill, die AMG-Frontschürze mit Flics und Zierelementen in Silberchrom auf den Lamellen in den äußeren Lufteinlässen und auch der Frontsplitter. Seitenschweller und 18-Zoll-Aluräder prägen die Seitenlinie. Eine Heckschürze mit Diffusor und vier vertikalen Finnen, zwei runde Endrohrblenden und die Abrisskante am Dach dominieren das schnelle Heck.

Hightech-Feeling auch im Innenraum, wo ein digitales Kombi-Instrument alle Stückeln spielt. Der Fahrer kann aus drei Darstellungen wählen: „Klassisch“, „Sportlich“ und „Supersport“. Zudem hat Mercedes dem A 35 das neue AMG-Lenkrad mit abgeflachtem Kranz sowie tolle Sportsitze mit exzellentem Seitenhalt spendiert. Selbstverständlich sind auch die Sprachsteuerung MBUX und alle gängigen Assistenzsysteme serienmäßig oder optional an Bord.

Kurvige Bergstraßen im Norden von Mallorca waren für uns die ideale Spielwiese für ein erstes Kennenlernen. Der AMG A 35 gehorcht akkurat dem Gasfuß, legt fulminant los, lenkt präzise ein und huscht um die Ecken wie ein Hase auf der Flucht. Physikalische Grenzen scheint er einfach zu verschieben, wenn er mit unglaublicher Agilität seine Performance in den Asphalt brennt. Die Rückmeldung vom Asphalt ist einzigartig. Der Pilot wird eins mit dem Auto, die Pulsfrequenz steigt. Im Sportmodus unterstreicht er diese Performance auch noch akustisch mit programmierten Zwischengasstößen und Fehlzündungen. Einfach purer Fahrspaß der Kategorie Gokart-Feeling.

Apropos Einstieg erleichtern: 57.310 Euro (ab, wohlgemerkt) sind kein Pappenstiel. Und Luft nach oben ist mit einem breiten Angebot an attraktiven Extras reichlich. Aber damit befindet sich der AMG A 35 preislich in bester Gesellschaft mit seinen beiden Hauptkonkurrenten Audi S3 und Golf R. Es darf bereits bestellt werden.