Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 15.12.2018


Motor News

Frisch gebügelt und gestärkt

Nach einer umfangreichen Modellpflege geht der Renault Kadjar in seine zweite Lebenshälfte. Auch technisch wurde mit neuen bzw. überarbeiteten Motoren kräftig aufgerüstet.

Der Kadjar erhält mit der Überarbeitung neue Benzinmotoren.

© WerkDer Kadjar erhält mit der Überarbeitung neue Benzinmotoren.



Von Walter Schrott

Cagliari – Die SUV-Welle rollt und rollt. Wer als Hersteller in diesem Segment erfolgreich mitmischen möchte, muss am Ball bleiben. Renault lässt da nichts anbrennen und spendiert dem Kadjar eine umfassende Modellpflege. Der technische Zwilling des Nissan Qashqai gehört seit seinem Debüt im Jahr 2015 zu den Erfolgreichsten seiner Zunft. Rund 450.000 Stück konnten abgesetzt werden. Da wollte man sich auf den Lorbeeren nicht ausruhen.

Ins neue Jahr rollt der Kadjar mit geschärfter Optik. Neue Schürzen vorne und hinten und eine neue Lichtsignatur mit – je nach Modellversion – LED-Lichtern verschaffen dem Franzosen einen noch dynamischeren Auftritt. Der Kühlergrill wurde modifiziert und ist dabei ein Stück breiter geworden. Wer sich die Ausstattungsversion „Intens“ gönnt, bekommt zusätzlich edle Chrom-Applikationen im Kühlergrill und eine Ambiente-Beleuchtung im Innenraum mit fünf wählbaren Farben. Und der Kadjar bringt auch sonst Licht ins Dunkel. Leuchten an den Unterseiten der Außenspiegel erhellen den Boden im Ausstiegsbereich. Auf dem Dach sorgt jetzt eine waschanlagenfreundliche Haifischantenne für besten Empfang. Dazu sind neue 17- und 19-Zoll-Räder und drei neue Außenfarben (Ural Grün, Iron Blau und Highland Grau) im Angebot.

Im Cockpit fallen das modifizierte Design des 7-Zoll-Touchscreens, überarbeitete Bedienelemente für die Klimaanlage und größere Ablagen samt Flaschenhaltern in den Türen auf. Da passen sogar 1,5-Liter-Flaschen hinein. Dazu gibt es noch zwei USB-Ports im Fond. Auch an den Sitzen haben die Entwickler gebastelt. Der „Dual Density“- Schaumstoff in zwei Stärken bietet jetzt noch mehr Komfort bei bestem Seitenhalt. Ganz fein: die ausziehbare Oberschenkelauflage an den Vordersitzen. Das Online-Infotainment-System „Renault R-Link“ ermöglicht die Smartphone-Integration über Apple CarPlay und Android Auto.

Echte Modellpflege bedingt auch Maßnahmen unter der Haube. Klar, dass alle Triebwerke die Vorgaben der Abgasnorm Euro 6d TEMP erfüllen. Der Kunde hat die Wahl zwischen zwei 1,3-Liter Turbo-Benzinern mit 140 oder 160 PS, die mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe oder einer 7-Gang-Doppelkupplungsautomatik zu haben sind. Renault setzt aber auch weiterhin auf moderne Dieselmotoren. Die 1,5- bzw. 1,7-Liter-Vierzylinder-Selbstzünder – ebenfalls mit sechs Gängen oder 7-Gang-Automatik – haben Muskeln antrainiert und leisten nun 115 bzw. 150 PS. Ein SCR-Katalysator für die Abgasreinigung ist serienmäßig an Bord.

Der überarbeitete Kadjar kann bereits bestellt werden, erste Auslieferungen sind im Jänner geplant. Zur Wahl stehen wie bisher die Ausstattungsversionen „Life“, „Zen“ und „Intens“. Ganz neu dazu kommt die edle Version „Black Edition“, die alles bietet, was das Herz begehrt. Einschließlich 19-Zoll-Rädern, Alcantara-Polsterung, elektrischer Sitzverstellung, Sitzheizung, Rückfahrkamera und Bose-Soundsystem.

Zum Start gibt es die beiden Turbo-Benziner und den 115-PS-Turbodiesel. Der Topdiesel mit 150 PS folgt später. Dieses Triebwerk ist dann auch mit dem variablen Allradantrieb kombinierbar, der die Antriebskraft automatisch zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Bei problematischer Traktion werden bis zu 50 Prozent des Drehmomentes an die Hinterachse geleitet. Zusätzlich kann für schwieriges Terrain die Kraftverteilung auf 50:50 fixiert werden. Für spritsparendes Fahren mit Frontantrieb kann das System auch deaktiviert werden. Die Allradversion ist ausschließlich mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe bestückt.

Preislich geht es bei 22.890 Euro los, das obere Ende markiert die „Black Edition“ mit 35.390 Euro. Noch nicht bekannt sind die Preise für den starken Diesel und die 4x4-Version.




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