Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 09.02.2019


Motor News

Renault feilt an 5. Generation des Clio

Auf dem Genfer Autosalon zeigen die Franzosen die Serienversion ihres neuen Kleinwagens. Technisch macht er große Fortschritte.

Die Formensprache von Laurens van den Acker bleibt dem Clio erhalten, die Linien wirken jedoch klarer als bisher.

© WerkDie Formensprache von Laurens van den Acker bleibt dem Clio erhalten, die Linien wirken jedoch klarer als bisher.



Wien – Es handelt sich um ein ganz wichtiges Modell für Renault, denn der Clio hat sich in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten rund 15 Millionen Mal verkauft. In Europa ist der Kleinwagen in seinem Segment seit 2013 die Nummer eins – mit jährlich steigendem Verkaufsvolumen. Insofern bereiten sich die Franzosen sehr genau auf die Markteinführung des neuen Modells vor und wollen gleichzeitig von der Formensprache des derzeit noch angebotenen Clio (der vierten Generation) zehren. Das Design-Team rund um Laurens van den Acker hat sich entschieden, die ganz große Revolution auszulassen, stattdessen eher die Konturen zu schärfen. Der Kühlergrill der fünften Generation fällt größer aus, markanter ist das Logo herausgeputzt. Auch hinten und seitlich wirkt der Clio strukturierter, erinnert aber ganz klar an den Vorgänger. Gegenüber diesem büßt Nummer fünf an Länge ein, wenn auch nur um einige Millimeter. Außerdem erfolgt eine Tieferlegung der Karosserie. Gleichwohl verspricht Renault mehr Platz im Inneren. Allein das Ladeabteil wächst auf 391 Liter, was für das Kleinwagensegment ein erstaunliches Maß darstellt.

Erwartungsgemäß verändert sich der Innenraum sichtlich: Hier fällt etwa das fahrerorientierte Cockpit auf. Weitere Merkmale sind die elektronische Parkbremse und die Neuanordnung von Bedienelementen, auch die Installation eines neuen Infotainmentsystems. Renault ist zudem wichtig, dass Soft-Touch-Materialien zum Einsatz kommen – bei der Qualitätsanmutung früherer Baureihen gibt es jedenfalls ein Potenzial.

Interessant ist die Entscheidung von Renault, einen senkrecht stehenden Touchscreen auf der Mittelkonsole zu verwenden – während etwa beim eben erst überarbeiteten Kadjar ein Bildschirm im Querformat eingebaut wird. Mit einer Diagonale von 9,3 Zoll dürfte er den Bestwert im Kleinwagensegment darstellen und ist zudem größer als vergleichbare Einrichtungen in den Baureihen Espace und Talisman.

Zeitgemäß wirkt das neue Instrumentarium: Statt analoger Anzeigen leuchtet ein TFT-Bildschirm (in zwei verschiedenen Größen) hinter dem Lenkrad. Renault ist zwar nicht der erste Hersteller, der mit dieser Technik im Kleinwagensegment unterwegs sein wird, aber immerhin einer der Vorreiter. Die größere Version (10-Zoll-Format) ist in der Lage, Navigationskarten anzuzeigen.

Dem Publikum wird Re­nault den neuen Clio erstmals auf dem Genfer Autosalon im März vorstellen. (hösch)

Geringfügig kürzer als der Vorgänger fällt der Clio aus – gleichwohl ist der Innenraum größer als zuvor.
Geringfügig kürzer als der Vorgänger fällt der Clio aus – gleichwohl ist der Innenraum größer als zuvor.
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