Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 09.02.2019


Motor News

Vom lokalen zum globalen Player

Škoda hat 2018 Rang zwei in der Bestenliste erfolgreich behauptet. Mit den kommenden Modellen – darunter Scala und Kamiq – soll es so bleiben.

Jetzt gibt‘s auch den Škoda Karoq im Offroad-Trimm, als „Scout“ ist er robust ausgerüstet und fit für den gröberen Gelände-Einsatz.

© WerkJetzt gibt‘s auch den Škoda Karoq im Offroad-Trimm, als „Scout“ ist er robust ausgerüstet und fit für den gröberen Gelände-Einsatz.



Von Beatrix Keckeis-Hiller

Wien – Kaum noch vorstellbar sind die Tage, als Škoda ein – noch recht deutlich vom Ostblock-Image – geprägtes Markenzeichen für rudimentäre Kompakte war, siehe Favorit, und bereits unter dem Dach der Volkswagen-Gruppe entwickelt, siehe Felicia. Seit 1992 ist die tschechische Marke in Österreich präsent. Die erste Zulassungs-Bilanz blieb in überschaubarem Rahmen, die Zahl der Abnehmer-Märkte insgesamt ebenfalls.

Noch keine dreißig Jahre später rangiert die Marke unter dem Logo des geflügelten Pfeils (trägt sie seit 1926) bei uns auf Rang zwei der Top-Ten-Pkw-Marken. 2018 bereits zum zweiten Mal. In Zahlen: 25.434 Neuzulassungen, 7,5 Prozent Marktanteil (2017: 24.914 Fzg., 7,1 %). Und international ist Škoda aktuell in mehr als hundert Märken präsent, hat sich damit von einem lokalen zu einem globalen Player in der Automotiv-Branche katapultiert.

Diesem Erfolg zugrunde liegen die Modelle Octavia (1996) und Fabia (1999), beide in einer Lader-Variante zu haben. Darauf folgten der Superb (2001, ebenfalls auch als Combi), der Yeti, als erster Crossover (2009), der Citigo (2011) und der Rapid (2011).

Der Schneemensch ist mittlerweile Geschichte, er wurde durch eine breit angelegte SUV-Offensive abgelöst. Deren Leistungskrönung, der Kodiaq RS, der erste Hochbeiner mit dem Sport-Adelstitel (und 240 PS), steht gerade in Österreich am Marktstart, die Ersten sind bereits eingetroffen. Und beweisen, dass sie mit dem löchrigen Kopfsteinpflaster der Höhenstraße zwischen Kahlen- und Leopoldsberg in Wien ebenso gut zurechtkommen wie mit südspanischen Staub- und Schotterstraßen. Dem Großen auf dem Fuß und nicht weniger talentiert folgt gerade der kompakte Bruder, der Karoq im Offroad-Trimm, als „Scout“, und ebenso in sportlicher Aufmachung, als „Sportline“. Der dritte im SUV-Bunde, ein Subkompakter – er heißt Kamiq (kommt im Herbst) –, debutiert demnächst auf dem Genfer Autosalon. Škoda verspricht, dass auch er, wie schon Fabia, Octavia, Rapid und Superb, die Innenraum-Grenzen ihres Segments überschreiten werden (kommt im Herbst). Vorher noch wird der Nachfolger des Rapid an den Start gehen: Der Markteintritt des im vergangenen Dezember in Tel-Aviv, Israel, präsentierten Scala ist für April programmiert. Die Preistabelle wird bei unter 19.000 Euro beginnen.

Derweilen feiert man zwei Jubiläen: Der Neustart der Typenbezeichnung Octavia datiert zwar aufs Jahr 1996, doch ist 1959 zum ersten Mal ein Modell dieses Namens aufgetreten. Zu diesem Sechziger wird das Antriebsportfolio um eine monovalante Erdgas-Variante (G-Tec, 130 PS) angereichert. Der im Vorjahr aktualisierte Fabia hingegen ist gerade zwanzig Jahre alt geworden, zu diesem Jubiläum wird ein Sondermodell offeriert (Preis: ab 11.480 Euro).

Nicht vergessen haben die Tschechen auf den Superb. Der setzt seine Karriere ab Herbst dieses Jahres mit einem umfangreichen Technik-Update fort. Mit Beginn des kommenden Jahres folgt eine Plug-in-Hybrid-Variante, für beide Karosserieversionen. Das Start-Signal zur Elektrifizierungs-Offensive jedoch setzt noch 2019 (Herbst) eine Elektro-Version des Citigo (300-km-Atem).




Kommentieren


Schlagworte