Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 23.02.2019


Motor News

Citroëns elektrisches Konzept

Der AMI One wandelt mit 2,5 Metern Länge auf den Spuren des Smart.

Auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März) wird das AMI Concept von Citroën erstmals dem Publikum vorgestellt.

© HerstellerAuf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März) wird das AMI Concept von Citroën erstmals dem Publikum vorgestellt.



Paris – Seit 100 Jahren baut Citroën Autos, einige Baureihen waren nicht nur kommerziell überaus erfolgreich, sondern erwarben dank Design oder spezieller technischer Lösungen Kultstatus. Der 2CV, die klassische „Ente“, zählt dazu, und an ihm orientiert sich das Concept Car AMI One, das die Franzosen Anfang März auf dem Genfer Autosalon vorstellen werden. Das 2,5 Meter lange Fahrzeug ist einerseits kürzer als der Kleinstwagen Smart Fortwo, den die Konkurrenz Mercedes seit über zwei Jahrzehnten anbietet. Andererseits ist er mit einem Elektromotor bestückt, um die Mobilitätsbedürfnisse in Ballungsgebieten emissionsfrei zu befriedigen.

Recht kompromisslos zeigt sich Citroën, was die Geschwindigkeit anbelangt: Mehr als 45 km/h soll der AMI One nicht fahren können, damit richtet sich das Modell auch an 16- und 17-Jährige. Verhältnismäßig leicht ist Citroëns Entwurf ausgeführt, lediglich 425 kg soll es den Angaben des Produzenten zufolge wiegen. Platz haben zwei Personen.

Mit dem AMI One Concept einher gehen auch entsprechende Mobilitätslösungen, um einen niederschwelligen Eintritt zu ermöglichen. Je nach Bedarf werden Kurzzeitmieten (fünf Minuten, fünf Stunden ...) oder Langzeitmieten (fünf Monate, fünf Jahre ...) angeboten. Citroën spricht hier von einer „Kundenerfahrung à la carte“. Der Verleih soll über eigene „AMI One Counters“ in Innenstädten erfolgen.

Nicht nur die Kleinheit mit praktisch fehlenden Überhängen sticht ins Auge, sondern auch die Tatsache, dass sich die Türen gegenläufig öffnen lassen. Die Karosserieteile sind symmetrisch, hier geht es Citroën um eine „intelligente, ressourcensparende Entwicklung“. Innen dominierte eine „Cockpit-Insel“ das Geschehen, bedienungsfreundlich soll ein Fünf-Zoll-Kombiinstrument mit wichtigen Informationen wie Geschwindigkeit und Blinker sein. (hösch)