Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 07.09.2019


Crossover

Mazdas SUV-Familie: Die goldene Mitte ist erreicht

Nachwuchs in Mazdas SUV-Familie: Der CX-30 schließt die Lücke zwischen CX-3 und CX-5. Auch technisch und stilistisch setzt er neue Maßstäbe.

Premium-Komfort in fescher Hülle zum auffallend günstigen Preis: Im Segment der Kompakt-SUVs ist der Mazda CX-30 gut aufgestellt

© WerkPremium-Komfort in fescher Hülle zum auffallend günstigen Preis: Im Segment der Kompakt-SUVs ist der Mazda CX-30 gut aufgestellt



Von Stefan Pabeschitz

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Girona – CX-4 wäre die naheliegende Bezeichnung für das neue SUV gewesen – allerdings war der Code schon besetzt: Auf den asiatischen Märkten wird seit 2016 ein Mazda mit diesem Namen angeboten. Mit dem hat der nun präsentierte Crossover nichts gemein, also eröffnet er mit der angehängten Null eine neue Linie.

In der goldenen Mitte zwischen seinen SUV-Geschwistern liegt der CX-30 bei Außenlänge und Radstand. Letzterer entspricht in etwa dem eines VW Tiguan, Mazdas neuer Schönling weist aber deutlich kompaktere Abmessungen auf. Die Japaner entwickeln ihre smarte Designlinie mit ineinander verlaufenden Flächen konsequent weiter: Am CX-30 findet sich kein optischer Schnickschnack, alles hat seine wohltuende Ordnung, wirkt schlank und wie aus einem Guss. Auf einem robusten Unterbau mit massivem, kunststoffbewehrtem Schwellkern und Radläufen sitzt eine elegante, coupéartige Karosserie. Trotz 17,5 Zentimetern Bodenfreiheit ist die Sitzposition sportlich, dazu betont fahrerorientiert und ergonomisch tadellos. Das Armaturenbrett läuft mit einer geschwungenen Linie in die Türverkleidungen aus. Mazda überrascht ein weiteres Mal mit Premium-Materialen, praktisch das gesamte Interieur ist in Leder und hochwertigen Softtouch-Oberflächen ausgeführt – bereits ab der Grundausstattung Comfort, die etwa auch Navigationssystem und Head-up-Display beinhaltet, die beim deutschen Mitbewerb meist als teures Extra dazubestellt werden müssen.

Der CX-30 wird vorerst mit einem 2-Liter-Benziner zu 122 PS angeboten, zu denen ein 24V-Mildhybrid-System etwa 9 Extra-Pferde beisteuert. Alternativ ist ein 1,8-Liter-Diesel mit 116 PS im Programm. Beide Motoren sind aus dem Mazda bekannt und verrichten da wie dort äußerst komfortabel und unspektakulär ihren Dienst – was in diesem Fall als Kompliment verstanden werden darf: Auch in Sachen Laufruhe und akustischer Dämmung bietet der Mazda Oberklasse-Niveau. Beide Motoren sind sowohl mit einer auffallend präzise und leichtgängig geführten Sechsgang-Handschaltung als auch einer sechsgängigen Automatik kombinierbar, dazu auch noch mit Vorder- und Allradantrieb. Für den 4WD lag das Augenmerk der Entwickler auf Effizienz-Optimierung und Reduzierung von Reibungsverlusten. Das praktische Ergebnis davon ist eine äußerst harmonische Drehmomentverteilung im Kurvenverlauf, das Lenkverhalten bleibt durchgehend neutral, die Fahrzeugbalance bei flotter Gangart souverän.

Erstmals stand auch Mazdas neuer Wundermotor, der Benzin-Selbstzünder mit 180 PS, zu Testfahrten bereit, der die CX-30 Palette bereits einen Monat nach dem Marktstart am 20. September ergänzen wird. Ein Aggregat mit interessanter Charakteristik, das ebenfalls mit Laufruhe überzeugt, sich im mittleren Drehzahlbereich am wohlsten fühlt und dort seine Reserven am besten mobilisiert. Trotz einer deutlich höheren Leistung, als sie der konventionelle Benziner liefert, ist das Drehmoment beider Maschinen fast identisch, womit auch die Drehzahl-Affinität des Selbstzünders erklärt ist.

In Sachen Ausstattungs- Levels liebt es der CX-30 übersichtlich: Es gibt deren zwei. Comfort, bereits überkomplett, und Comfort+ mit feinen Zusatzfeatures wie schlüssellosem Zugangssystem, Sitzheizung oder elektrischer Heckklappe, dann noch die vier optionalen Zusatzpakete Sound, Style, Tech und Premium – Ende der Preisliste. An ihrem Anfang stehen der vorderradgetriebene Benziner mit Handschaltung zu 25.990 Euro, um 2200 Euro mehr ist der Diesel an Bord, für 2900 Euro Aufzahlung wird der flotte Selbstzünder zu haben sein.