Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 07.09.2019


Verkaufsschlager

Love it or hate it“: Nissan enthüllt zweite Juke-Generation

Vom subkompakten SUV haben die Japaner über eine Million Stück verkauft. Der Nachfolger kommt Ende 2019.

Das muskulöse Design des Vorgängers findet seine Fortsetzung, deutlich entschärft wurde die Leuchtengrafik.

© Das muskulöse Design des Vorgängers findet seine Fortsetzung, deutlich entschärft wurde die Leuchtengrafik.



Köln – Schon die erste Generation polarisierte die Kundschaft: Der Juke fiel mit seiner bulligen Front, seiner geschwungenen Dachlinie, seinem knackigen Heck, vor allem aber mit seiner zerrissenen Leuchtengrafik auf. Das gefiel zwar nicht jedem, aber dennoch sehr vielen: Weltweit verkaufte Nissan von dem subkompakten Sport Utility Vehicle über eine Million Einheiten.

Das Prinzip „Love it or hate it“ – das Zitat stammt von Nissan selbst – funktionierte für den Hersteller auf wunderbare Weise. Inzwischen tummeln sich aber Mitbewerber mit ähnlich auffälligen Entwürfen im selben Segment; was für Nissan aber keine Motivation für einen Rückzug darstellt. Im Gegenteil: In dieser Woche präsentierte der japanische Hersteller in Köln und anderen europäischen Großstädten den Juke der zweiten Generation. Seine außergewöhnliche Silhouette hat er im Großen und Ganzen behalten, doch er wirkt wesentlich reifer und weniger verspielt als der Ahn. Der Kühlergrill entspricht jenem anderer Modellreihen des Produzenten und ist damit aufgeräumter als zuvor. Auch die Frontleuchten strahlen mehr Ruhe aus, die Zerklüftung ist passé. Geblieben ist jedoch die auffällige Betonung der Radhäuser, verbunden mit den Akzenten bei den Seitenschwellern und den nach hinten ansteigenden Sicken im Bereich der vorderen Türgriffe.

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Der neue Juke basiert auf der noch sehr frischen Plattform CMF-B, die parallel die Basis darstellt für die Clio- und Captur-Nachfolger des Allianzpartners Renault. Mit dem Technologiewechsel erhält das Nissan-Produkt größere Dimensionen, zum Beispiel einen Zuwachs bei der Außenlänge auf 4,21 Meter, beim Kofferraum auf 422 Liter und beim Radstand um vier Zentimeter. Im Fond verfügen die Insassen über 5,8 cm mehr Kniefreiheit und über 1,1 Zentimeter mehr Kopffreiheit.

Trotz der Ausdehnung verliert der Juke an Gewicht – dank des verstärkten Einsatzes von hochfesten Stählen. Im Innenraum kommen neue „Soft-Touch-Materialien“ zum Vorschein, zeitgemäßes Infotainmentsystem wird von Nissan außerdem in Aussicht gestellt. Mit dem Marktstart ist gegen Ende des Jahres zu rechnen – dann darf der Juke loslegen mit einem 117 PS starken Dreizylinder-Einliter-Turbobenzinmotor. (hösch)