Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 23.02.2019


Nutzfahrzeuge

H-1 von Hyundai: Lastenprofi mit neuem Profil

Kann sich sehen lassen: Mit optischen Korrekturen und verbessertem Fahrkomfort stellt sich der H-1 von Hyundai als erfreulicher Begleiter im Lasteneinsatz heraus.

Vor allem die überarbeitete Front verleiht dem Hyundai H-1 ein attraktives Gesicht.

© ZollerVor allem die überarbeitete Front verleiht dem Hyundai H-1 ein attraktives Gesicht.



Von Gregor Zoller

Thaur – Bei strahlendem, fast schon frühlingshaftem Wetter ruht sich der H-1 in einer Seitenstraße aus. Der nächste Teil des Lasteneinsatzes ist erledigt, der Laderaum von altem Gerümpel befreit, das seinen letzten Weg zum Innsbrucker Recyclinghof antreten musste. Und schon dort ist es uns aufgefallen: Beim Schaulaufen der großen Praktiker, Kastenwagen aller Marken, macht unser Testwagen richtig gute Figur.

Und auch jetzt, hier in der Sonne, wo die Fotos des Wagens im Kasten sind, sticht das Aussehen des Zweitonners ins Auge: Freilich ist das nicht das Hauptmerkmal eines Transporters, aber es fällt positiv auf. Hyundai hat beim H-1 (genauso wie beim Transport-Bruder Starex) vor allem die Front überarbeitet. Mit neuem Kühlergrill und angepasster Scheinwerferoptik ist das ein neues Profilbild, zu dem wir sagen: gefällt uns.

Die Technik

Motor: Vierzylinder-Dieselmotor

Hubraum: 2497 ccm

Drehmoment: 343 Nm bei 1500 U/min

Leistung: 85 kW/116 PS

L/B/H: 5150/1920/1935 mm

Gewicht: 2075/3160 kg

Laderaumvolumen: 4426 l

Tankinhalt: 75 l

Höchstgeschwindigkeit: 158 km/h

0 – 100 km/h: 22,1 Sekunden

Verbrauch: 7,5 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Hinterrad

Preis: 18.490 Euro

CO2-Emission: 199 g/km

Aber nun zu den Werten, auf die es ankommt: Im Inneren des Laderaums wird naturgemäß massig Platz angeboten, im Detail sind es 4426 Liter Volumen, 2,4 Meter in der Länge, 1,3 Meter in der Höhe und eine Breite von 1,6 Metern. Genug für den, der als Privater seinen Dachboden ausräumt, aber auch genug für den, der den Wagen als Alltagsbegleiter in geschäftlicher Hinsicht braucht. Zum Vergleich: Es fehlen lediglich 20 bis 30 Zentimeter in alle Richtungen, dann hätte ein Smart im H-1 Platz.

Vom Gewicht her wäre der Smart kein Problem – mit einer maximalen Zuladung von einer Tonne bis zum höchstzulässigen Gesamtgewicht sollten auch schwere Transporte zu schaffen sein. Praktisch sind auch die Schiebetüren an beiden Seiten des Laderaums, das erspart einem die eine oder andere Verrenkung beim Be- und Entladen.

Im Innenraum wartet Kastenwagencharme, aber im positiven Sinn des Wortes: So wurde offensichtlich darauf geachtet, so viel Komfort hineinzupacken, wie es in dieser Modellklasse vertretbar ist. Eine zweidimensional (also in Höhe und Neigung) verstellbare Lenksäule bringt das Lenkrad für jeden Fahrer in die passende Position, Klimaautomatik, Bluetooth-Konnektivität und reichlich kleine Ablagemöglichkeiten runden die Ausstattung ab.

Auf eine Rückfahrkamera wurde verzichtet, was bei Modellen dieser Größenordnung durchaus von Vorteil wäre. Fällt in diesem Fall nur nicht so negativ auf, da der Fahrgastraum mit einer Scheibe vom Laderaum getrennt ist, nicht wie sonst so oft fix verblecht, somit ist der Blick nach hinten frei.

Die Motorisierung des Testwagens ist mit ihren 116 PS und einem Vierzylinder-Diesel absolut ausreichend, wer mehr Power möchte, kann sich aber auch für die 136-PS-Maschine entscheiden.

Alternativ zur Modellvariante Doppelkabine wird ein Personentransporter mit 8 Passagiersitzen angeboten, selbst in dieser Variante bietet der H-1 noch 842 Liter Ladevolumen. Preislich startet die Doppelkabine bei 20.407 Euro netto, rechnen wir die Extras des Testwagens dazu und ziehen den stattlichem Hyundai-Vorteilsbonus ab, sind das in Summe 18.490 Euro.