Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 11.07.2015


Ratgeber

Das süße Leben und der dazu passende Begleiter

Der Toyota RAV4 verfügt über ordentlich Platz, bietet überzeugende Reisequalitäten und findet sich bei Bedarf auch im Gelände zurecht.

© LetznerSelbst sandige Pisten und ordentlich Gepäck am Dach meistert der Grenzgänger bravourös.



Von Lukas Letzner

Empuriabrava – Letzten August durften wir den Toyota RAV4 als TT-Dauertester unter unsere Fittiche nehmen, und das Jahr, das er bei uns bleiben darf, ist fast vorüber. Wir nutzten deshalb einen ausgedehnten Trip an die Costa Brava, um den Grenzgänger noch einmal so richtig in die Mangel zu nehmen.

Wer so einen Trip nicht nur für sich alleine genießen, sondern auch noch Kind und Kegel dabei haben will, der achtet dabei vor allem auf eines: das Platzangebot. Und davon hat der RAV4 einiges zu bieten. Bei aufgeklappter Rückbank fasst er immerhin 647 Liter. Als äußerst praktisch entpuppte sich dabei ein zusätzliches Bodenfach, in dem sich bequem zwei kleine Reisetaschen verstauen lassen. Wer auf die Rückbank verzichten kann, schöpft aus dem Vollen und erweitert den Laderaum um 999 Liter (gesamt 1846 Liter). In dieser Fahrzeugklasse ein wirklich überzeugender Wert. Schnell war also klar, dass auch das Laufrad für den Sohnemann doch noch mit kann. Trotz all dem Gepäck braucht man sich auch um den Platz für die Passagiere keine Sorgen zu machen. Selbst in der hinteren Reihe überstehen Erwachsene eine 14-stündige Autofahrt, ohne danach einen Chiropraktiker konsultieren zu müssen. Wer in Gegenden reist, die er höchstens einmal mit dem Finger auf der Landkarte besucht hat, weiß, dass Navigationssysteme von Vorteil sein können. Glücklicherweise verfügt unser RAV4 über solch ein System und mit wenigen Handgriffen ist der Zielort eingegeben. Zwar ist die Bedienung nicht ganz so intuitiv, wie man das von anderen Navis her kennt, doch selbst Sonderziele wie Tankstellen lassen sich ohne Hochschulabschluss hinzufügen.

Als echtes Highlight hat sich der 2,2-Liter-Selbstzünder, der unseren RAV4 antreibt, erwiesen. Das Gepäck und die üppige Dachlast waren keine große Herausforderung für die 150 Pferde, die in Kombination mit den maximal 340 Newtonmetern Drehmoment dennoch für einen ordentlichen Antritt sorgten. Lediglich die Sechsstufenautomatik könnte die Gänge etwas zackiger servieren, doch seien wir ehrlich – bei ausgedehnten Autobahnfahrten kommt es darauf nicht an. Zudem kann der Fahrer mittels Schaltwippen den Gangwechsel selbst vornehmen. Wer glaubt, dass sich die Trinkgewohnheiten des RAV4 bei solch einer Beladung drastisch ändern, der täuscht sich übrigens: Anstatt der üblichen 8,7 Liter bescheinigte uns der Bordcomputer einen Verbrauch von 8,9 Liter auf 100 km.

Keine Schwierigkeiten hat der RAV4 mit kniffligem Untergrund. In der Regel teilt das Allradsystem die Kraft automatisch auf die vier Räder auf. Mittels manueller Sperre meisterten wir aber auch Stellen mit grobem Schotter oder tieferem Sand problemlos.




Kommentieren


Schlagworte