Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 17.06.2017


Test

Toyotas Ass in puncto Platz

Toyotas Kooperation mit dem französischen PSA-Konzern wirft neue Früchte ab. Nach der Pkw-Version des Toyota Proace rollte kürzlich der Transporter in die Schauräume der Händler.

Das Gesicht des Proace gliedert sich perfekt in die Toyota-Familie ein, im Innenraum ist seine französische Verwandtschaft aber nicht zu leugnen.

© LetznerDas Gesicht des Proace gliedert sich perfekt in die Toyota-Familie ein, im Innenraum ist seine französische Verwandtschaft aber nicht zu leugnen.



Von Lukas Letzner

Mieming – Der Toyota Proace soll dem japanischen Autohersteller zu mehr Kunden im Segment der leichten Nutzfahrzeuge verhelfen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der nur über eine recht spartanische Mitgift verfügen durfte, haben die Japaner den Neuen ordentlich aufgemotzt. Natürlich blieb man der bewährten Kooperation mit Citroën und Peugeot treu, und so rollt auch die zweite Generation des japanischen Raumwunders im französischen Valenciennes vom Band. Kürzlich durften wir den rollenden Kasten zu einem ausführlichen Test begrüßen.

Schon von außen betrachtet ist der Proace für einen Kastenwagen recht chic ausgefallen, spätestens nach dem Erklimmen des Fahrersitzes hat man allerdings endgültig vergessen, dass man in einem eher spartanischen Transportwunder sitzt. Dort geht es nämlich dank der angenehmen Polster, der hohen Sitzposition und der hochwertigen und robust wirkenden Materialien recht wohnlich zu. Über Platzmangel darf man sich ebenso nicht beklagen, und wer zu dritt unterwegs ist, der sollte jedenfalls ein Kreuz bei der optionalen Beifahrerdoppelsitzbank machen. Dank Iso-Fix lässt sich dort auch ein Kindersitz problemlos montieren. Über die passende Ablage braucht man sich im Proace ebenso keine Gedanken zu machen. Die Staufächer der Türen nehmen es problemlos mit jeder Getränkeflasche auf und überhalb des Cockpits befindet sich ein großes Staufach. Wem das nicht reicht, der findet sicher im Armaturenbrett die passende Ablagemöglichkeit. Abgerundet wird der Innenraum von einem sieben Zoll großen Touchscreen, über den sich das Multimedia-System samt Bluetooth-Schnittstelle fürs Smartphone bedienen lässt. Angetrieben wurde unser Transportmeister von einem 122 PS starken Vierzylinder-Diesel. Sein maximales Drehmoment stellt der Selbstzünder ab 2000 U/min zur Verfügung. Im Alltag bedeutet das, dass das Aggregat seine Kraft zwar leicht verzögert entfaltet, anschließend geht es aber munter voran. Selbst in beladenem Zustand reichen die Fahrleistungen vollkommen aus. Zudem überzeugt der Motor durch seinen leisen und kultivierten Lauf. Nicht ganz so ruhig verhält sich das Fahrwerk. Vor allem in unbeladenem Zustand gibt es Stöße doch recht deutlich weiter. Dafür bleibt der Proace auch in beladenem Zustand recht stabil. Apopos Zuladung: Wie seine Geschwister ist auch der Proace in unterschiedlichen Varianten erhältlich. Es gibt ihn als Kastenwagen, verglasten Kastenwagen, mit Doppelkabine, als Kombi-Modell sowie als reines Fahrgestell. Darüber hinaus stehen drei Fahrzeuglängen und zwei Radstände im Programm. Der von uns getestete Proace L2 ist 5,3 Meter lang und schluckt bis zu 6,6 Kubikmeter. Die maximale Nutzlast liegt bei ordentlichen 1400 Kilogramm.

In Sachen Sicherheit fährt der Proace optional ganz vorne mit. Wählt man das so genannte Safety-Sense-Paket, dann fährt automatisch ein City-Notbremsassistent inklusive Fußgängererkennung, ein Totwinkelwarner, die Verkehrszeichenerkennung und die adaptive Geschwindigkeitsregelung mit. Serienmäßig ist dagegen ESP mit Anhängerstabilisierung.

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