Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 28.10.2017


Test

Kleiner Hyundai i10 ganz groß

Der neue Hyundai i10 überzeugt mit guter Verarbeitung und reichlich Ausstattung.

© LetznerDie neu gezeichnete Front und das kantigere Heckdesign stehen dem Hyundai i10 richtig gut.Foto: Letzner



Inzing – Dass Hyundai seinen kleinen i10 für das heurige Modelljahr überarbeitet hat, sieht man auf den ersten Blick. Die Front wird vom neu gezeichneten Kühlergrill samt integrierten LED-Tagfahrleuchten dominiert und das Heckdesign samt neuer Schürze wirkt nun etwas kantiger. Alles in allem sorgt das für einen deutlich frischeren Wind.

Als wir den Neuen zum Test eingeladen haben, hat Hyundai uns mit dem Top-Modell „Premium“ verwöhnt. Dieses rollt zu Preisen ab 13.890 Euro (Basispreis liegt bei 10.390 Euro) in die eigene Garage und hat so gut wie alles an Bord, was die koreanischen Ingenieure zu bieten haben. Beispielsweise finden sich in Hyundais Kleinstem eine Lenkradheizung (Bestandteil des Winterpakets), Multimediasystem mit Bluetooth-Schnittstelle, eine Sprachsteuerung, Keyless-Go und Vieles mehr. Für einen Kleinwagen sind solche Ausstattungsmerkmale nicht unbedingt selbstverständlich.

Der Innenraum überzeugt außerdem durch seine hochwertigen Materialien. Kleine Akzente in Metall-Optik werten den i10 deutlich auf. Die Anzeigen sind äußerst übersichtlich gezeichnet und das Armaturenbrett wird in unserem Modell von einem 7-Zoll-Farbdisplay (im Navi-Paket inkludiert) dominiert. Kinderleicht navigiert man durch die Menüs und steuert die Zieleingabe, das Telefon und den MP3-Player.

In punkto Platzangebot kommen auch keine Wünsche auf. Man fühlt sich weder vorne noch hinten eingeengt, findet schnell die passende Ablage für seine Utensilien und kann auf 252 Liter Stauraum (bei umgeklappten Rücksitzen 1.046 l) zurückgreifen. Angetrieben wurde unser i10 von einem 87 PS starken Vierzylinder-Benziner. Das Aggregat presst 121 Nm Drehmoment aus seinen 1,2 Litern Hubraum. Angesichts des Kampfgewichts von einer Tonne ist das völlig ausreichend. Wieselflink lässt sich der i10 ums Eck zirkeln und gefällt durch sein angenehmes Fahrwerk. Es hält selbst grobe Schläge von den Insassen fern. Die leichtgängige Lenkung unterstreicht den flinken Eindruck zusätzlich. Bricht man mit dem kleinen i10 aus der Stadt aus, so merkt man erst bei Geschwindigkeiten über 100 km/h, dass ihm die Kraft beim Überholen fehlt und man dafür eine längere Distanz einkalkulieren muss. (luc)




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