Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 02.12.2017


Skoda Octavia Combi

Ansehnlich, athletisch & artig

Auch die sportlichste Variante des Škoda Octavia Combi – der RS 245 – hat nichts von seiner Alltagstauglichkeit eingebüßt. Er geht nur noch etwas schneller zur Sache.

© HöschelerEdle 19-Zöller zieren Niederquerschnittsreifen, rote Bremssättel unterstreichen den sportlichen Anspruch des RS 245.



Von Markus Höscheler

Zell am Ziller – Für Škoda war 2017 ein überaus starkes Jahr: Der Kodiaq konnte sich als Midisze-SUV besonders in Szene setzen, seit Kurzem erhält er eine kompakte Unterstützung in Gestalt des Kodiaq. Aufmerksamkeit erhielt auch das Facelift für den Rapid Spaceback, für den Citigo und natürlich den Bestseller Octavia. Dem verpassten die Tschechen nicht nur ein markantes Vier-Augen-Gesicht, sondern auch eine Ausweitung des RS-Angebots. Mit diesem Kürzel signalisiert Škoda recht dynamische Modelle, vor wenigen Monaten setzte der Hersteller noch ein Derivat drauf: den RS 245. Natürlich ist auch dieses Angebot nicht auf die Limousine beschränkt; es schließt den Combi mit ein. Eine weitere beliebte Wahlmöglichkeit: Sechsgang-Handschalter oder Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Bei Verbrauch und Beschleunigung gibt es nahezu keinen Unterschied, nicht nur hinsichtlich der Getriebewahl, sondern auch bezüglich der Karosserieform.

Wir freuten uns über den Test-Combi, ein 4,69 Meter langes Fahrzeug, das mit typischen Alltagsqualitäten eines Langhecks aufwarten kann, das sich zwischen Kompaktwagenklasse und Mittelklasse ansiedelt. Das Platzangebot ist für alle Insassen in beiden Reihen recht großzügig, fürs Gepäck sogar vorzüglich: Zwischen 610 und 1740 Liter fasst das Ladeabteil – da müssten wir fast schon von einer Großraumlimousine sprechen. Davon ist das Modell aber optisch weit entfernt, erst recht hinsichtlich seiner Beweglichkeit. Lediglich 6,7 Sekunden sind vonnöten, um das 1,5 Tonnen lange Modell von null auf 100 km/h zu beschleunigen, bis zu 250 km/h sind möglich. Dafür sorgt in erster Linie ein aufgebohrter Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner, der harmonisch und leicht angriffslustig klingt, obendrein sehr willig ist, Gaspedalbefehle umzusetzen.

Dafür bürgt erst recht das satte Drehmomentmaximum von 370 Newtonmetern, das ab 1600 Touren anliegt. Um die Vorderräder nicht über Gebühr herauszufordern, darf eine elektronische Differenzialsperre mäßigend einwirken. Wer sich nicht immerzu vom Kraftangebot des 245 PS starken Aggregats provozieren lässt, wird sich mit einem Durchschnittsverbrauch von acht Litern/100 km begnügen – und sich darüber freuen, dass er ab 37.400 Euro ein gut ausgestattetes, praktisches und sehr schnelles Auto hat.

Die Technik

Motor: Vierzylinder-Turbobenziner

Hubraum: 1984 ccm

Drehmoment: 370 Nm bei 1600 U/min

Leistung: 180 kW/245 PS

L/B/H: 4689/1814/1452 mm

Gewicht: 1487/1978 kg

Kofferraumvolumen: 610–1740 l

Tankinhalt: 50 l

Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h

0–100 km/h: 6,7 Sekunden

Verbrauch: 8,0 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Vorderradantrieb

Preis: ab 37.400 Euro

CO2-Emission: 146 g/km




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