Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 10.02.2018


Skoda

Perfekter Begleiter auf jeder Tour

Der Yeti ist passé, das neue Kompakt-SUV von Škoda heißt Karoq. Mit seiner schicken Optik, allerhand Technik und reichlich Platz versucht er die SUV-Fangemeinde für sich zu gewinnen.

© LetznerSchon im Stand gibt sich der Škoda Karoq dank des markanten Grills sofort als Tscheche zu erkennen.



Von Lukas Letzner

Navis – Endlich traut sich auch Škoda und macht sich auf, die Premium-Liga im SUV-Bereich zu erobern. Während man den Yeti weder bei den geländegängigen Bordsteinkraxlern noch bei den kompakten Kombis so richtig einordnen konnte, fällt das bei seinem Nachfolger – dem Škoda Karoq – kinderleicht. Auf einer kompakten Länge von 4,38 Metern versucht der Karoq die Vorzüge des SUV-Konzepts zu maximieren, und das macht er mit Bravour.

Schon im Stand gibt sich der Karoq dank seiner lässigen Linienführung und dem markanten Grill sofort als Škoda zu erkennen und erinnert dabei in den optischen Details stark an seinen größeren Bruder Kodiaq, bezüglich Größe und Proportionen wiederum frappant an den Seat Ateca. Das ist auch kein großes Wunder, denn auch er wird bei Škoda produziert und mit ihm teilt er sich den Großteil der Technik.

Im Innenraum empfängt uns unser Testwagen mit Škoda-typischer Qualität. Die Materialauswahl und die Verarbeitungsqualität sind sehr ordentlich, und dank des großzügigen Kofferraumvolumens von 521 bis 1630 Litern findet sich reichlich Platz. Selbst große Insassen sitzen vorne wie hinten äußerst bequem und überstehen auch längere Reisen problemlos. Wer beim Beladen des tschechischen Grenzgängers mal keine Hand frei haben sollte, der kann zudem auf die elektrische Heckklappe mit Fußsensor zurückgreifen. In unserem Fall wurden die klassischen Rund­instrumente durch digitale Anzeigen ersetzt, welche neben der Geschwindigkeit auch weiterführende Informationen – etwa die Straßenkarten – lieferten.

Wer auf einen Teil der Rückbank verzichtet, hat mehr als genug Platz.
- Letzner

Für ein entsprechendes Vorrankommen in unserem Karoq zeichnete ein 2-Liter-Diesel verantwortlich. Der Vierzylinder leistete maximal 150 PS und schickt schon knapp über der Leerlaufdrehzahl ein ordentliches Drehmoment von 340 Nm an alle vier Räder. Das reicht, um den doch 1,6 Tonnen schweren Karoq in nicht einmal neun Sekunden auf Tempo 100 zu beschleunigen.

Doch vor allem die Kombination aus hervorragendem Antrieb, der äußerst präzise arbeitenden Sieben-Gang-Automatik, dem straff abgestimmten Fahrwerk – die adaptive Fahrwerksregelung (DCC) mit drei Fahrwerksmodi ist hier aber eine Voraussetzung – und der direkten Lenkung macht Freude. Speziell in schnell gefahrenen Kurven folgt der kompakte Tscheche jeder Lenkbewegung und dank des Allradantriebs gibt er sich so gut wie nie eine Blöße.

Die Technik

Motor: Vierzylinder-Diesel

Hubraum: 1968 ccm

Drehmoment: 340 Nm bei 1750 U/min

Leistung: 110 kW/150 PS

L/B/H: 4382/2025/1603 mm

Gewicht: 1561/100 kg

Kofferraumvolumen: 521–630 l

Tankinhalt: 55 l

Höchstgeschwindigkeit: 196 km/h

0–100 km/h: 8,7 Sekunden

Verbrauch: 7,4 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Allradantrieb

Preis: 35.040 Euro

CO2-Emission: 131 g/km

In Sachen Sicherheit lässt der Karoq ebenso keine Wünsche offen. Er bietet beinahe alles, was im VW-Regal zu finden ist. Klar ist, dass man bei vielen Dingen das entsprechende Kreuz in der Liste der aufpreispflichtigen Extras machen muss, doch dann ist vom Abstandsregel-Tempomat über den Spurhalte- und Stau-Assistenten bis hin zur City-Notbremse und dem Fernlicht-Assistenten alles an Bord. Die 7,4 Liter, die sich der Karoq während unserer 14 Testtage genehmigte, empfanden wir als akzeptabel. Immerhin ging es teils doch recht flott durchs Geläuf. Wer sich für den Karoq interessiert, sollte wissen, dass er ab 25.790 Euro zu haben ist. Die von uns getestete Style-Ausstattung kostete in Kombination mit dem 150 PS starken Diesel dann schon ordentliche 35.040 Euro. Wünsche blieben allerdings keine offen.




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