Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 17.03.2018


Test

Seats City-SUV mit extra Aroma

Seat ist relativ spät auf den SUV-Zug aufgesprungen, doch mittlerweile haben die Spanier zwei Pferde im Stall. Der Arona ist der jüngste Hochsitz der Familie.

© LetznerMit seiner Länge von 4,14 Metern bietet Seat SUV-Feeling im City-Format.



Von Lukas Letzner

Innsbruck – Das klassische SUV von früher war allradgetrieben, groß und durstig. Doch die Zeiten haben sich geändert und der SUV-Boom hat sich längst über alle Klassen ausgebreitet. Mittlerweile gehört es zum guten Ton, seine Kunden fragen zu können: „Darf es ein bisschen höher sein?“ Diesem Trend ist nun auch die spanische VW-Tochter gefolgt, die kurzerhand den Seat Ibiza auf höhere Stelzen gestellt hat.

Der kleine Bruder des Ateca kann dabei mit einer sehr dynamischen Optik aufwarten und zeigt sich auf einer Länge von nur 413,8 cm überaus gefällig. Der seattypische Kühlergrill steht dem spanischen Grenzgänger ausgesprochen gut und auf Wunsch werden seine Augen mittels LED erleuchtet. Am Heck sticht sofort der angedeutete Unterfahrschutz ins Auge, der selbst bei den kleinsten Hochsitzen zum guten Ton gehört.

Im Innenraum des Arona ist – wie bei der Konkurrenz auch – Plastik das Material der Wahl. Dennoch fühlt man sich schnell wohl und weiß bald die Zweckdienlichkeit zu schätzen. Für jedes erdenkliche Utensil findet sich die entsprechende Ablage, Armaturen und Multimediasystem sind leicht zu bedienen und gut abzulesen. Die Sitzposition fällt im Arona merklich höher aus, als das im kleinen Bruder der Fall ist, und überhaupt – selbst mit unseren 190 Zentimetern Körpergröße hat man mehr als genug Platz.

Selbst wenn die Hütte voll ist, schluckt der Kofferraum noch beachtliche 400 Liter Gepäck, bei umgeklappten Rücksitzen entsteht sogar ein beinahe ebener Laderaum mit 1.280 Litern Ladevolumen.

Nach dem Druck auf den Startknopf schüttelt sich der Dreizylinder kurz und erwacht zum Leben. Aus seinen drei Brennkammern presst das Triebwerk passable 115 PS und ein maximales Drehmoment von 200 Nm, welches der Bordsteinkraxler stets an die Vorderachse weiterreicht. Ein Allradantrieb ist für den Arona nicht erhältlich. Derart motorisiert sprintet man immerhin in unter 10 Sekunden auf Tempo 100. Die Maximalgeschwindigkeit von 182 km/h dürfte in einem IGL-Land auch mehr als ausreichend sein.

Fahrwerk und Lenkung des Arona sind eher komfortabel abgestimmt. Spaß macht das Getriebe. Dessen sechs Gänge lassen sich schön knackig sortieren. Wer den flotten Sprint nicht ständig abruft, landet am Ende bei einem mittleren Realverbrauch von guten 6,3 Litern und ist damit recht nah an den angegebenen 4,9 Litern.




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