Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 07.04.2018


Peugeot

Raubkatze mit neuem Näschen

Peugeot spendierte dem 308 SW eine umfassende Verjüngungskur. Wir durften die besonders sportliche GT-Line unter unsere Fittiche nehmen.

© Letzner



Von Lukas Letzner

Neustift – Der SUV-Boom ist zwar ungebrochen, doch auch die hochbeinigen Grenzgänger schaffen es nicht, die dieselnden Kompakt-Kombis zu verdrängen. Nicht zuletzt deshalb haben die Ingenieure aus dem Hause Peugeot ihrem 308 SW heuer ein umfassendes Update spendiert, weshalb wir den gelifteten Franzosen kürzlich zum Test geladen haben.

Die Modifikationen am Blechkleid des 308 SW wurden zwar sehr gefühlvoll umgesetzt, dennoch erkennt man den „Neuen“ sofort. Vor allem die überarbeitete Front mit dem neuen Lichtlayout sticht sofort ins Auge. Insgesamt wirkt der Auftritt des Kombis nun noch stimmiger.

So schön wir den französischen Lademeister auch finden, die Änderungen, die hinter der hübschen Fassade vorgenommen wurden, sind wesentlich umfassender. Als wir uns in den Fahrersitz fallen lassen, werden wir von den angenehm straffen Sportsitzen der von uns getesteten GT-Line in Empfang genommen. Sie passen perfekt zur dynamischen Note des Innenraums. Viele rote Ziernähte und eine Pedalerie aus Alu unterstreichen den sportlichen Anspruch zusätzlich. Auffällig ist auch der neu gestaltete Wählhebel des Acht-Gang-Automaten. Nach wir vor gewöhnungsbedürftig finden wir das kleine Lenkrad des Franzosen. Der Vorteil: Die ohnehin schon recht zackige Lenkung wirkt dank ihm noch direkter.

Beinahe unschlagbar finden wir das Platzangebot im kompakten Kombi. Vorne wie hinten sitzt man äußerst bequem und kann im Standard Trim auf ordentliche 610 Liter Stauraum zurückgreifen. Einziges Haar in der Suppe: Trotz des guten Raumangebots hätte man ein paar Ablagen mehr vorsehen können.

Das Herzstück unseres 308 SW war ein 2-Liter-Diesel. Das Aggregat ließ bei Bedarf 180 Pferdchen antraben und schickte ein maximales Drehmoment von 400 Nm an die vorderen 18-Zöller. Dementsprechend sportlich ging es dann auch zur Sache. Wenn man das rechte Pedal kräftig in das Bodenblech einmassiert, dann passiert die Tachonadel 8,4 Sekunden später die Tempo-100-Marke, und wer den Druck des rechten Fußes aufrecht erhält, der wird mühelos die Maximalgeschwindigkeit von 223 km/h erreichen. Viel relevanter ist allerdings, wie sich der Kombi anfühlt. Der Diesel hängt wirklich gut am Gas, während die 8-Gang-Schaltung blitzschnell die Schaltstufen rauf- und runterwuselt.

Noch beeindruckender empfanden wir allerdings die Wandlungsfähigkeit unseres 308 SW. Egal, ob man mit den Liebsten beim Kindergarten vorfährt, Einkaufen oder Ski fahren geht oder einfach nur herumfährt: Der Peugeot 308 SW ist der richtige Begleiter.




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