Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 14.04.2018


Audi

Der nächste Streich aus Ingolstadt

Der neue A6 feierte kürzlich beim Genfer Autosalon Premiere, im Juni folgt jetzt noch die heiß ersehnte Kombi-Version Avant, die Nutzwert mit Sportlichkeit und Eleganz verbindet.

© AUDI AGSchöne Kombis heißen Avant. Mit der neuen A6-Generation blieb Audi seinen Werten treu, fand jedoch zu einer neuen Designlinie.



Von Walter Schrott

Ingolstadt – Mit halben Sachen hat Audi nichts am Hut. Nach der neuen A6 Limousine, die beim Genfer Auto­salon ihr Debüt gab, folgt demnächst schon die Kombi-Version A6 Avant. Wir hatten bereits Gelegenheit, erste Blicke auf den feschen Hinterlader zu werfen. Dass der Kombi – wie alle seine Vorgänger – ein Maximum an Variabilität und Nutzwert offeriert, war klar. Aber die Audi-Designer haben da zugleich einen absoluten Eyecatcher auf die Räder gestellt. Keine Spur mehr von der Audi zuletzt häufig vorgeworfenen Mutlosigkeit in Sachen Design.

Die Frontpartie mit dem vollkommen neuen Kühlergrill übernimmt der Kombi eins zu eins vom Limousinen-Bruder. Sechseckig und dreidimensional ausgeprägt, macht dieses Markenzeichen ordentlich was her. Nicht weniger markant die wuchtigen Lufteinlässe, die leicht ausgestellten Radhäuser und die schmalen Scheinwerfer. Gleich hinter der B-Säule aber geht der Avant eigen­e Design-Wege. Die leicht abfallende Dachlinie mündet in ein kraftvolles Heck, an dessen oberem Ende ein Dachkantenspoiler die Silhouette verlängert. Unter der flach stehenden Heckscheibe verbindet eine Zierleiste die Leuchten miteinander. Alles zusammen gerät zu einer rundum stimmigen und beeindruckenden Komposition aus Sportlichkeit und Eleganz. Da darf man ruhig wieder einmal einen alten Audi-Slogan bemühen: Schöne Kombis heißen Avant.

Mit 4,94 Metern von Stoßstange zu Stoßstange ist der Avant nur unwesentlich im Millimeterbereich gewachsen. Und trotz der flacheren Linienführung bietet er auch im Fond ein mehr als üppiges Platzangebot. Kopf- und Kniefreiheit bewegen sich auf Rekordniveau in dieser Klasse. Kombi-Kunden legen natürlich großen Wert auf die Ladekapazität. Und da fordert der neue Avant die Konkurrenz mächtig heraus. 565 Liter Ladevolumen stehen immer zur Verfügung, bei umgelegten Rücksitzen sind es bis zu 1680 Liter. Auch die Durch­ladebreite von gut einem Meter ist rekordverdächtig. Das Interieur mit den beiden Touchscreens und dem „MMI touch response“-Bedienkonzept ist ebenfalls mit jenem der Limousine identisch und über weite Strecken eine Anleihe aus dem Luxusliner A8.

Motorisch startet der A6 Avant mit vier Turbo-Triebwerken. Bei den 3.0 V6-Aggregaten handelt es sich um zwei TDI (231 und 286 PS) und einen TFSI-Benziner mit 340 PS. Dazu gesellt sich als Einstiegsmotor noch ein 2.0 Vierzylinder-Diesel mit 204 PS. Bei allen Motoren setzt Audi die spritsparende Mild-Hybrid-Technologie ein. Die wichtigste Neuerung: Das gute alte Schaltgetriebe hat endgültig ausgedient, alle A6 kommen serienmäßig mit Automatikgetrieben. Bei den V6-TDI besorgt eine 8-Stufen-­tiptronic die Kraftübertragung, beim 2.0 TDI und beim 3.0 TFSI die 7-Gang-Doppelkupplungsautomatik S tronic. Alle V6-Triebwerke sind zudem serienmäßig mit dem bewährten quattro-Allradantrieb kombiniert. Neben der Progressivlenkung ist optional auch eine Dynamik-Allradlenkung im Angebot. Dazu kann der Kunde aus vier Fahrwerken (Stahlfederung, Sportfahrwerk, Fahrwerk mit elektronischer Dämpfer­regelung und Luftfederung) wählen.

Das neue Design: kraftvoller und eleganter.
- AUDI AG

Neben einer ganzen Armad­a an bekannten Assistenz­systemen lockt Audi noch mit zahlreichen Technik-, Komfort- und Luxus-Optionen: Das Angebot reicht von S-Sportsitzen über Individualkontur-Vordersitze mit Belüftungs- und Massagefunktion und einem großen Panorama-Glasdach bis hin zu edlem Leder. Insgesamt sind vier Ausstattungslinien verfügbar. Der neue A6 Avant tritt bereits im Frühsommer in die Fußstapfen seines erfolgreichen Vorgängers. Die Preise sind noch unbekannt.




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