Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 15.04.2018


Opel

Opels alpine Allzweckwaffe

Die Mischung aus Offroader, Lastesel, Kurvendynamiker und Technologieträger stellt der neue Insignia Country Tourer dar: Mehr Bodenfreiheit, großes Ladeabteil, Allradsystem zeichnen den Offroad-Kombi aus.

© Drei Viertel Kombi, ein Viertel SUV. Der Insignia Country Tourer verfügt über mehr Bodenfreiheit, Allradantrieb und Offroad-Optik, ansonsten nützt er die Talente des Mittelklassekombis Insignia Sports Tourer.Foto: Höscheler



Von Markus Höscheler

Weyarn – Opel baut derzeit intensiv das Angebot an Sport Utility Vehicles aus, es reicht vom Mokka X über Crossland X bis zum Grandland X. Mit einem 4x4-Antrieb kann aber allenfalls das zuerst genannte Modell aufwarten, die beiden anderen beschränken sich auf bloßen Frontantrieb. Gibt es für Käufer, die nach etwas Großem und Geländegängigen suchen, eine Alternative bei Opel? Die gibt es – und zwar in Form eines Offroad-Kombis. Der Insignia Country Tourer, ganz neu in der zweiten Generation am Markt, ist mit 2,5 Zentimetern mehr Bodenfreiheit ausgestattet als die Langheckbasis, verfügt außerdem über sichtbaren Unterbodenschutz und Kunststoffleisten rundum. Der Country Tourer richtet sich an jene, die nicht nur ein großes Ladeabteil zu schätzen wissen, sondern auch eine Verfügbarkeit bei jeder Witterung, eine souveräne Beschleunigung bei Überholmanövern, eine hohe Kurvenstabilität und ein hohes Maß an Langstreckentauglichkeit. An Komfort darf es nicht fehlen, an Fahrerassistenzsystemen auch nicht, an Entertainment erst recht nicht.

Es sind viele Wünsche, die hier zusammenkommen – und allesamt können sie erfüllt werden vom Insignia Country Tourer mit dem 260 PS starken Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner, der sich an Bord unseres Testwagens befand. Das Aggregat arbeitet mit einer aufmerksamen Achtstufenautomatik und einem Allradandtrieb zusammen, das radselektiv das Drehmoment verteilen kann. Daraus ergibt sich eine erfreulich intensive Fahrdynamik und eine hohe Traktionssicherheit. Ab 2500 Umdrehungen

Minute liegt das maximale Drehmoment von 400 Newtonmetern an, zudem bietet das Triebwerk eine Höchstleistung von 260 PS an. Da wundert es nicht, dass der 5,04 Meter lange und 1,7 Tonnen schwere Wagen in 7,7 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen und bis zu 242 km/h schnell sein kann. Bemerkenswert ist nebenbei der Testverbrauch: Mit 9,2 Litern je 100 Kilometer lagen wir dieses Mal ganz nah beim Normverbrauch (8,9 l/100 km).

Dank des Ottomotors und der 4WD-Technik ist der Insignia Country Tourer nicht nur schnell, sondern im Alpengebiet auch für alle Jahreszeiten geeignet. Was ihn außerdem auszeichnet, ist seine Langstreckentauglichkeit, die teilweise auf das adaptive Fahrwerkssystem FlexRide zurückzuführen ist, das die Modi Normal, Komfort und Sport beherrscht.

Das Reisen unterstützen außerdem die Siena-II-Lederausstattung (2527 Euro extra), das Sitzpaket (765 Euro) mit Massagefunktion und Ventilation, das hochauflösende Head-up-Display (887 Euro), das Navi-900-IntelliLink mit acht Zoll großem Touchscreen (942 Euro) und die adaptiven LED-Matrix-Scheinwerfer (Serie). Geschmackssache sind das Panorama-Glas-Schiebedach (1541 Euro) und das OPC-Line-Sport-Paket „Interieur“, das mit Aluminium-Sportpedalen, Schaltwippen am Lenkrad, Lenkradheizung und schwarzem Dachhimmel wirbt (554 Euro). Mit der Extraausstattung erhöht sich der Wert des Insignia Country Tourer auf 58.033 Euro. Mit dem 170 PS starken Zweiliter-Basisdiesel gibt es diese Karosserievariante bereits ab 41.940 Euro (Einführungspreis).




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