Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 28.07.2018


Test

Hoch auf in Suzukis Mini-SUV

3,7 Meter lang, 917 Kilogramm schwer, 90 PS und erstaunlich viel Platz: Der Suzuki hat außerdem allerhand Technik im Gepäck, die man auf so wenig Raum nicht erwarten würde.

© LetznerDer Suzuki Ignis paart praktische Werte mit allerhand Technik, die man auf 
so wenig Raum nicht erwarten würde.



Von Lukas Letzner

Inzing – Die Japaner sind ja bekanntlich die Weltmeister, wenn es um das Platzsparen geht. Dass das aber nicht nur auf japanische Großstädte zutrifft, weiß man spätestens dann, wenn man den Suzuki Ignis das erste Mal zu Gesicht bekommt. Mit seiner knackigen Länge von nur 3,7 Metern erobert man mit ihm jede Parklücke im Handumdrehen und hat – auch wenn man es ihm auf den ersten Blick nicht ansieht – selbst mit 190 Zentimetern Körpergröße locker Platz. Das konnte er kürzlich in einem ausführlichen Test unter Beweis stellen.

Bei wem jetzt allerdings die Bilder vom einstigen Mauerblümchen vor dem geistigen Auge auftauchen, der kann beruhigt sein. In Sachen Design haben die Japaner ganze Arbeit geleistet. Er folgt klar dem SUV-Trend und sieht dank der hohen Blechflanken, einer ordentlicher Plastikbeplankung und den ausgestellten Radläufen richtig robust aus. Bei so einem Auftritt traut man dem kernigen Kletterburschen tatsächlich einen Ausflug ins Gemüse zu. Doch nicht nur die Optik sieht nach SUV aus, seine beeindruckende Bodenfreiheit von 18 Zentimetern und die Tatsache, dass der Ignis neben dem Panda der einzige Allrad-Zwerg ist, unterstreichen den rüstigen Eindruck. Doch bevor es in die Botanik geht, entern wir den Innenraum.

Man sitzt hoch über dem Asphalt und hat zu jeder Zeit alles im Blick. Die Verarbeitung ist ordentlich, eine zweifarbige Interieurgestaltung mit farbigen Deko-Elementen sorgt für einen frischen Look und passt zum Charakter des Ignis. Wer befürchtet, zu wenig Platz zu haben, kann beruhigt sein: Üppig geht zwar anders, doch immerhin sitzt man trotz Hutschachtel-Format auf allen Sitzen bequem und kann dank 204 Litern Kofferraumvolumen auch noch die Einkäufe verstauen. Zudem hat unser Ignis jede Menge Technik mit an Bord. Vor allem das Multifunktionsdisplay in der Mitte des Armaturenbretts lässt sich wunderbar einfach bedienen.

Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt auch der Antrieb. Der 1,2-Liter-Dualjet-Motor schöpft seine Kraft von 90 PS immer noch aus vier Töpfchen und darf sich zudem über die Unterstützung eines Mildhybrid-Moduls („SHVS“) freuen. Bei einem Kampfgewicht von nur 900 Kilogramm und einem maximalen Drehmoment von 120 Nm (plus 50 Nm, die der E-Motor beisteuert) ist der Antritt dementsprechend. Passend zum Antritt ist auch das Fahrwerk und die Lenkung. Der Suzuki federt straff und lässt sich verhältnismäßig direkt ums Eck zirkeln. Wer den Suzuki Ignis nicht nur bei einer Probefahrt genießen will, der sollte mindestens 12.490 Euro am Konto haben.

Die Technik

Motor: Vierzylinder-Benziner

Hubraum: 1242 ccm

Drehmoment: 120 Nm bei 4400 U/min

Leistung: 66 kW/90 PS

L/B/H: 3700/1660/1595 mm

Gewicht: 917/1330 kg

Kofferraumvolumen: 204–1086 l

Tankinhalt: 30 l

Höchstgeschwindigkeit: 165 km/h

0 – 100 km/h: 12,2 Sekunden

Verbrauch: 4,9 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Allradantrieb

Preis: 18.990 Euro

CO2-Emission: 104 g/km




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