Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 09.02.2019


Test

Ansehnlicher Praktiker gibt sich sportlich

Der Transit Courier ist als kompakter Ladeprofi erprobt. In der Sport-Version und mit überarbeiteter Front sieht er aber auch gefällig aus.

Unter dem jahreszeitbedingten Grauschleier blitzt der Ford Transit Courier Sport in frechem „Indic Blau“ hervor und gibt sich in einigen Details sportlich, ohne natürlich sein wahres Ich verleugnen zu können.

© ZollerUnter dem jahreszeitbedingten Grauschleier blitzt der Ford Transit Courier Sport in frechem „Indic Blau“ hervor und gibt sich in einigen Details sportlich, ohne natürlich sein wahres Ich verleugnen zu können.



Von Gregor Zoller

Mühlau – Heutzutage muss alles Lifestyle verkörpern. Es muss „hip“ sein, dann kommt es an.

So wohl auch bei einer eigentlich sehr pragmatischen Automobilsparte, dem Kastenwagen. Auch hier will der Konsument die Vorteile genießen, die in Kompakt- und Mittelklassewagen zum Standard geworden sind. Und das Ganze soll auch noch gut aussehen. Lifestyle eben.

Ford schickt in diesem Segment unter anderem den Transit Courier ins Rennen. Der kompakteste von Fords Lademeistern zeichnet sich durch sehr alltagstaugliche Außenmaße aus, bietet aber gleichzeitig einen anständigen Laderaum. In Zahlen: Es stehen knapp 2,3 Kubikmeter zur Verfügung, allerdings nur, wenn man mittels faltbarer Gitterwand und versenkbarem Beifahrersitz noch zusätzlichen Platz freigibt.

Im TT-Test fuhr der Courier in der „Sport“-Variante vor und hatte eine fixe Trennwand zwischen Lade- und Fahrgastraum eingebaut. Rückspiegel ist da freilich hinfällig, was aber elegant durch die gut aufgelöste Rückfahrkamera kompensiert wird. Aber dank der handlichen Maße lässt sich der Kastenwagen so oder so problemlos manövrieren.

Auffällig sind in puncto fahrdynamischem Handling zwei Dinge: ein erstaunlich spritziger Antrieb und ein besonders leichtgängiges 6-Gang-Getriebe. Hinter diesem Eindruck steckt ein 1,5-Liter-Diesel, der mit vier Zylindern und Turboaufladung sogar Laune macht. Lifestyle also auch hier. Die Sport-Variante bringt noch die optischen Details mit, die dieses Gefühl unterstreichen.

Auch im Innenraum zieht sich das Konzept weiter: Der Touchscreen mit einem Durchmesser von 15,2 Zentimetern beheimatet das Kommunikations- und Entertainmentsystem SYNC 3, teils aufpreispflichtige Extras wie die saisonbedingt relevante Sitz- und Frontscheibenheizung machen den Transit Courier zum angenehmen Zeitgenossen im Alltag.

Erhältlich ist der Transit Courier Sport ab 11.450 Euro netto – als 1-Liter-Benziner und mit ebenfalls 100 PS. Dank einiger Extras und anderer Motorisierung schlägt der Testwagen mit 19.125 Euro zu Buche, brutto diesmal. Netto wie brutto, für dieses Geld bekommt man einen vielfach erprobten Praktiker, der zudem richtig gut aussieht und zum verlässlichen Begleiter für kleinere und größere Lieferungen werden kann.

Die Technik

Motor: 4-Zylinder-TDCi-Turbodiesel

Hubraum: 1499 ccm

Drehmoment: 215 Nm bei 1500 U/min

Leistung: 74 kW/100 PS

L/B/H: 4157/2112/1770 mm

Gewicht: 1351/1810 kg

Kofferraumvolumen: 2,3 m³

Tankinhalt: 47 l

Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h

0–100 km/h: 14,0 Sekunden

Verbrauch: 4,3 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Vorderrad

Preis: 19.125 Euro

CO2-Emission: 112 g/km




Kommentieren


Schlagworte