Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 16.02.2019


Test

Volvo V60 Cross Country: Mit Leichtigkeit angehoben

Volvo pflegt seit über 20 Jahren die erlesene Produktpalette an Offroad-Kombis. Neu im Programm ist der V60 Cross Country der zweiten Generation.

Vorerst liefert Volvo nur den 190 PS starken Diesel für den V60 Cross Country, etwas später folgt der 250-PS-Turbobenziner.

© WerkVorerst liefert Volvo nur den 190 PS starken Diesel für den V60 Cross Country, etwas später folgt der 250-PS-Turbobenziner.



Innsbruck – Zielstrebig geht Volvo voran, aber nicht überhastet: Die Schweden bringen gelegentlich neue Modelle auf den Markt, erweitern ab und zu das bestehende Sortiment um Motor-Angebote – doch sie sehen sich offenbar nicht gezwungen, in jedem Segment und in jeder Nische Präsenz zu zeigen. Dabei ist ihnen manche Nische ganz lieb, wie das nur von einigen Produzenten ernst genommene Angebot an Offroad-Kombis. Bei Audi heißen sie Allroad, bei VW sind sie mit dem Zusatz Alltrack zu erkennen, bei Volvo als Cross Country. Die Skandinavier gelten als die Erfinder dieser sehr speziellen Kreuzung aus Langheck und Sport Utility Vehicle, zumal sie seit Ende des vorigen Jahrtausends genau damit Profit zu machen versuchen. Mit der Nachfrage scheint Volvo jedenfalls zufrieden zu sein, sonst hätte Chief Executive Officer Håkan Samuelsson oder der Marken-Eigner Geely das Cross-Country-­Konzept schon längst aus dem Programm gekippt. Zimperlich war Volvo nämlich nicht in den letzten Jahren, wenn es darum ging, wenig Erfolgversprechendes zu eliminieren. Der CC bleibt erhalten, heuer in der neuesten Fassung des V60. Der Basis-Kombi ist seit dem Vorjahr am Markt, in diesem Jahr folgt die Cross-Country-Ableitung mit einer sechs Zentimeter höher gelegten Karosserie. Während beim gewöhnlichen V60 auch reine Fronttriebler bestellbar sind und die Motorenauswahl wesentlich größer ist, beschränkt sich beim Cross Country die Offerte vorerst auf einen 190 PS starken Turbodiesel, der ab Werk mit einer Achtgangautomatik und einem Allradantrieb verknüpft ist. Ebendieser lässt sich mit einem Offroad-Modus zudem für herausforderndes Gelände adäquat einstellen, um Schlechtwege oder gar abwegiges Terrain zu bewältigen. Zwar wiegt der 4,78 Meter lange SUV-Kombi mehr als 1,8 Tonnen, doch dank eines Nenndrehmoments von 400 Newtonmetern brauchen sich die Insassen nicht den Kopf über das Überwinden der Trägheit zu zerbrechen.

Sorglos können die Fahrgäste außerdem sein, was die Qualität und die Quantität des Innenraums sowie die technische Ausrüstung anbelangt. Kopf- und Beinfreiheit sind mehr als ausreichend in beiden Reihen, das Ladeabteil offeriert zwischen 529 und 1441 Liter Stauvolumen, das Sicherheitsniveau befindet sich dank zahlreicher Fahrerassistenzsysteme auf einem sehr hohen Niveau – wie, erwartungsgemäß, der Preis: ab 50.510 Euro. (hösch)




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