Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 20.04.2019


Test

Kleiner Kasten verursacht kleine Kosten

Der Ford Tourneo Courier erfreut sich als kompakter Hochdachkombi großer Beliebtheit. Für heuer wurde er aufgefrischt.

Der modifizierte Kühlergrill verleiht dem Tourneo Courier nun auch den markentypischen Look und den entsprechenden Auftritt.

© LetznerDer modifizierte Kühlergrill verleiht dem Tourneo Courier nun auch den markentypischen Look und den entsprechenden Auftritt.



Von Lukas Letzner

Innsbruck – Der Tourneo Courier ist das kompakteste Modell der Ford-Tourneo-Familie und wurde – wie seine größeren Geschwister – Mitte letzten Jahres einer Frischzellenkur unterzogen. Vor allem der modifizierte Kühlergrill und die neue Frontschürze verraten, dass es sich bei unserem Testwagen um den neuen Kompakt-Kasten von Ford handelt. Ansonsten fallen die Modifikationen am Blechkleid recht dezent aus.

Der Innenraum wurde schon etwas deutlicher aufgewertet und empfängt uns mit einer neuen Armaturentafel, deren Herz ein sechs Zoll großer Touchscreen ist. Die Bedienung des bekannten Synch-3-Systems fällt nun zudem deutlich leichter, da das gesamte Cockpit etwas an den Fahrer heranrückt. So wird man noch besser im Fahrzeug integriert und erreicht die wichtigsten Steuerungen kinderleicht.

Wirklich überzeugend ist allerdings das Platzangebot im Tourneo Courier. Vorne wie hinten sitzt man äußerst bequem und findet für jedes Mitbringsel die richtige Ablage. Wer mal etwas mehr Gepäck hat, der kann die Rückbank kinderleicht umlegen (im Verhältnis 60:40) und verfügt so über maximal 1656 Liter Stauraum. Damit sollte man leicht das Auskommen finden. Praktisch sind auch die seitlichen Schiebetüren, mit denen selbst den Kleinsten das Einsteigen in engen Parklücken gelingt.

Hinter der modifizierten Front unseres Tourneo Courier haben die Ingenieure den 1,0-Liter-EcoBoost-Benziner verbaut. Das Aggregat leistet 100 PS und wuchtet maximal 170 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle. Auch wenn sich das nach recht überschaubaren Leistungsdaten anhört, man wünscht sich eigentlich nur bei Überholvorgängen etwas mehr Kraft. Ansonsten ist man mit dem kernigen Dreizylinder bestens bedient. Die bisherige 5-Gang-Schaltbox muss zudem einem 6-Gang-Schaltgetriebe, mit dem die Schaltvorgänge doch deutlich einfacher vonstattengehen, weichen. Außerdem spart man Sprit. Während der 14 Tage, in denen wir den kompakten Kasten ausprobieren durften, bescheinigte uns der Bordcomputer einen Durchschnittsverbrauch von lediglich 5,6 Litern. Das und der günstige Einstiegspreis von 16.191 Euro wissen zu überzeugen.

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Die Technik

Motor: Dreizylinder-Benziner

Hubraum: 998 ccm

Drehmoment: 170 Nm bei 1750 U/min

Leistung: 74 kW/100 PS

L/B/H: 4157/1764/2112 mm

Gewicht: 1391/1785 kg

Kofferraumvolumen: 708 — 1656 l

Tankinhalt: 50 l

Höchstgeschwindigkeit: 173 km/h

0 — 100 km/h: 14,1 Sekunden

Verbrauch: 5,6 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Vorderradantrieb

Preis: 19.830 Euro

CO2-Emission: 122 g/km