Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 11.05.2019


Test

Mit Turbo ins Herz geschlossen

Der Škoda Kodiaq RS ist nicht nur ein dynamisches Sport Utility Vehicle, sondern taugt als langstreckentaugliches Reisemobil – wäre da nicht die ambitionierte Preisgestaltung.

Dynamische Ausstrahlung, kraftvoll unterwegs: der 240 PS starke Kodiaq RS von Škoda.

© HöschelerDynamische Ausstrahlung, kraftvoll unterwegs: der 240 PS starke Kodiaq RS von Škoda.



Von Markus Höscheler

Leisach – Eines wollte Škoda in der schon lange anhaltenden Erfolgsgeschichte nicht wirklich glücken: ein Publikumsknüller im Van-Segment. Dem kompakten Raumwunder Roomster beispielsweise war eine zweite Generation nicht vergönnt, auch wenn es schon Vorserienfahrzeuge gab. Weniger Zurückhaltung gibt es dagegen bei einem verwandten Karosserieschnitt: beim Sport Utility Vehicle. Hier explodieren dank Kodiaq und Karoq die Stückzahlen, und hier toben sich Ingenieure, Designer und Marketingprofis aus, um das Angebot zu verfeinern. Der jüngste SUV-Spezial-Coup steht seit Kurzem im Schauraum, das Topmodell Kodiaq RS. Er verknüpft ein üppiges Raumangebot (ein Ladeabteil mit einem Stauvolumen von fast zwei Kubikmetern) mit bis zu sieben Sitzplätzen sowie einem dynamischen Fahrverhalten.

Schon das Datenblatt nötigt zu Respektbekundungen: Von null auf 100 km/h beschleunigt der Zweitonner in sieben Sekunden, bis zu 220 km/h sind drin. Und in der Realität? Da fühlt sich der Kodiaq RS sogar noch schneller an, auch dank einer passenden Akustik, die der wachsame und auf 240 PS aufgebohrte Zweiliter-Turbodiesel offeriert. Die Siebengang-Doppelkupplung empfiehlt sich für den Sportmodus, der serienmäßig eingebaute Allradantrieb maximiert die Sicherheitsreserven in schnell gefahrenen Kurven. Das Fahrwerk bleibt stabil und ausgewogen komfortabel, die Lenkung arbeitet ausreichend direkt für den hochbeinigen Sportwagen.

Zügig kann es mit dem Kodiaq RS vorangehen, weitere Stärken spielt er mit seiner Variabilität aus, die wir eigentlich von einem hochgezüchteten Van erwarten dürfen. Mit den Sitzen der zweiten Reihe lässt sich allerhand anstellen, zusammenklappen, verschieben, neigen – außerdem beheizen; mit der Klimaanlage dürfen wir drei Zonen unterschiedlich temperieren; und im Ladeabteil lässt sich allerhand Sperrgut verstauen.

Wohlwollend nehmen wir außerdem das angebotene Menü an Infotainment- und Fahrerassistenzsystemen wahr, etwa die praktische Umgebungsansicht Area View, die das Rangieren erleichtert. Oder die Radio-Navigation Columbus mit gestochen scharfer Darstellung. Der Preis ist ebenso gewürzt: Der Testwagen entspricht einem Wert von 66.072,15 Euro.




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