Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 20.07.2019


Test

Der neue Eclipse Cross: Trotz Diesel gar nicht finster

Bislang war Mitsubishis Outlander-Derivat – der Mitsubishi Eclipse Cross – nur als Benziner zu haben. Jetzt haben die Japaner den Selbstzünder nach Europa geschickt.

Dass der Kühlergrill bei Mitsubishi „dynamic shield“ genannt wird, passt. Er sorgt für den entsprechenden Auftritt des Mitsubishi Eclipse Cross.

© LetznerDass der Kühlergrill bei Mitsubishi „dynamic shield“ genannt wird, passt. Er sorgt für den entsprechenden Auftritt des Mitsubishi Eclipse Cross.



Von Lukas Letzner

Inzing – Das Image von einst hat der Diesel sicher verloren, was auch die Zulassungszahlen bestätigen. Doch wenn es nach Mitsubishi geht, dann sind die Zulassungszahlen von Selbstzündern zwar gesunken, doch der Bedarf an sparsameren Fremdzündern ist bei Pendlern und Vielfahrern immer noch hoch genug. Deshalb haben sich – zumindest glauben das manche – die Zulassungszahlen auf einem niedrigeren Niveau eingependelt. Das ist auch der Grund, warum der Mitsubishi Eclips­e (Finsternis) bisher nur als Benziner in den Schauräumen der Händler stand. Seit Anfang des Jahres sorgt aber wahlweise ein 2,3-Liter-Diesel für die entsprechende Längsbeschleunigung. Wir haben dem dieselnden Japaner kürzlich auf den Zahn gefühlt.

Optisch macht der Mitsubishi Eclipse Cross einiges her. Er vereint die optischen Vorzüge eines klassischen SUV mit der dynamischen Note eines Coupés. Zusätzlich sorgt der auffällige Kühlergrill für eine Extraportion Dynamik. Was außerdem auffällt: Der Mitsubishi Eclipse steht relativ breit auf seinen schicken 17-Zöllern. Die Länge von 4,4 Metern und die Breit­e von 2,16 Metern (Achtung, in Baustellen könnte es auf der linken Spur etwas enger werden) wirken aus unserer Sicht recht gedrungen.

Hinter dem außergewöhnlich gezeichneten Heck verbirgt sich zudem ein wirklich überzeugender Innenraum, in den wir uns auch gleich hineinschwingen. Das Interieu­r des Eclipse ist hochwertig verarbeitet und übersichtlich gestaltet. Man findet sich auf Anhieb zurecht und fühlt sich schnell wie zu Hause. Die eingearbeitete Chromspange läuft zur Mitte hin zusammen, das Armaturenbrett wird vom zentral sitzenden Display dominiert. Die Bedienung des Multimediasystems erfolgt relativ unkompliziert über ein gut reagierendes Touchpad in der Mittelkonsole. Nach kurzer Eingewöhnung findet man sich leicht zurecht. Dass Platzangebot kein Thema ist, soll der Vollständigkeit halber auch erwähnt werden. Dank der variablen Rückbank kann man auf bis zu 448 Liter Stauraum zurückgreifen.

Unser dieselnder Grenzgänger ist nur mit Allradantrieb und Automatik zu haben. Da beides natürlich aufpreispflichtig ist, beginnt der selbstzündende Eclipse-Spaß auch erst ab 36.300 Euro (der Benziner ist bereits ab 21.900 Euro erhältlich). Dafür überzeugt der Diesel mit seinem satten Durchzug. Wer das rechte Pedal kräftig Richtung Bodenblech drückt, der lässt maximal 148 Pferde antraben und verfügt über ordentliche 388 Nm Drehmoment. Dank des Allradantriebs sind die 17-Zöller mit der Kraft auch nie überfordert und man ist entsprechend flott unterwegs. Dazu passt auch die neue Achtstufenautomatik. Sie serviciert die Gänge meist blitzschnell und unauffällig. Lediglich Lastwechsel im unteren Drehzahlbereich mag sie nicht ganz so gerne.

Der Innenraum des kompakten Grenzgängers ist hochwertig verarbeitet und man findet sich kinderleicht zurecht.
Der Innenraum des kompakten Grenzgängers ist hochwertig verarbeitet und man findet sich kinderleicht zurecht.
- Letzner