Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 17.08.2019


Test

Seats Erdgas-Ibiza als trendiger Öko-Sportler

Die Erdgas-Initiative des Volkswagenkonzerns bringt auch der spanischen Tochter Seat neueste CNG-Technik unter die Hauben. Beim Ibiza lautet da die Formel: ein sauberer Spaß, der Lenker und Geldbörsl freut.

Fesch, fescher, Ibiza. Speziell in der FR-Modellvariante ist der Seat Sinnbild eines attraktiven und erwachsen dimensionierten Kleinwagens.

© Reinhard FellnerFesch, fescher, Ibiza. Speziell in der FR-Modellvariante ist der Seat Sinnbild eines attraktiven und erwachsen dimensionierten Kleinwagens.



Von Reinhard Fellner

Innsbruck – Die spanische Volkswagen-Tochter Seat hat derzeit einen richtigen Lauf (siehe unten). Top-Design aus dem Studio nahe Barcelona, aktuellste VW-Technik, sportliche Fahreigenschaften und ein herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen immer mehr Käufer an. Und die setzen ohnehin gerne Trends: So ist Seat schon länger die Marke mit den jüngsten Neuwagenkäufern.

Diese könnten auch an praxisnahen Alternativantrieben interessiert sein. Hierbei profitieren die Spanier von der Erdgas-Initiative des Volkswagenkonzerns. Eine bereits ausgereifte Technologie mit vorhandener Tankstelleninfrastruktur soll hierbei schnelle CO²-Einsparungen bringen. Nach den so erfreulichen Test­erfahrungen mit dem vierzylindrigen 130-PS-Leon rollte nun der Ibiza mit dem neuen 90-PS-Dreizylinder zum TT-Test.

Auch so ist der Ibiza ja schon ein ziemlich toller „Kleinwagen“ – knapp an der Größe eines einstigen Golf IV. Die angelieferte „FR“-Version bringt jedoch maximale Materialqualität und das Seat-Ur-Gen noch dazu: alltagstaugliche Sportlichkeit, welche durch ein knackig abgestimmtes Fahrwerk, eine direkte Lenkung und ziemlich gute Sportsitze noch unterstrichen wird. So macht der wendige Ibiza im Alltag weit mehr Spaß als oftmals wesentlich teurere Autos. Das Fahrwerk nimmt zudem eine flotte Gangart nicht übel und zeigt hohe Souveränität.

Da passt der quirlige und sonor hochdrehende Dreizylinder mit 90 PS bestens dazu. Nach kurzer Anfahrschwäche stürmt er so richtig aus dem Drehzahlkeller und jubelt in jeder Fahrsituation. Auf dem Weg nach München mit bis zu 180 km/h. Dank 160 Newtonmetern beherrscht der Dreizylinder aber auch das niedertourige Bummeln bestens. Rund 450 Kilometer dauert der Spaß dann an – bis 13,8 Kilogramm Erdgas und neun Liter Superbenzin (Reserve) aufgebraucht sind. Wie schon beim Leon erfolgt das Umschalten von Gas- auf Benzinbetrieb unmerkbar. An der Tankstelle dann das ganz große Aha-Erlebnis: Hier gibt es das sauber verbrennende Erdgas nämlich quasi zum Taschengeldtarif. Mit 12 Euro ist der Ibiza quasi vollgetankt.

Zum Vergleich: Laut Tigas kommt man mit zehn Euro mit einem Benziner 90, mit einem Diesel 125, mit Erdgas aber 250 Kilometer weit. Für Umweltbewusste und Pendler nahezu unschlagbar.

Zumal auch der Einstieg (ab 18.240 Euro, Style) leichtfällt. Davon können nämlich noch 500 Euro Tigas-Prämie abgezogen werden. Und es kommt noch besser. Seat bietet heuer 2000 Euro TGI-Bonus und einen ÖMV-Tankgutschein für 15.000 Kilometer.




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