Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 11.09.2019


Bezirk Landeck

Landecker Kulturstätten bei ICOM-Generalkonferenz in Kyoto präsent

Bei einer großen Museumskonferenz mit 4500 Teilnehmern in Japan vertrat Kuratorin Sylvia Mader das Alpinarium und das Serfauser Pfarrmuseum.

Beide Kultureinrichtungen bewahren und pflegen Geschichte, wenn auch aus unterschiedlichen Gründungsmotiven: das Galtürer Alpinarium und das Serfauser Pfarrmuseum mit Kuratorin Sylvia Mader.

© WenzelBeide Kultureinrichtungen bewahren und pflegen Geschichte, wenn auch aus unterschiedlichen Gründungsmotiven: das Galtürer Alpinarium und das Serfauser Pfarrmuseum mit Kuratorin Sylvia Mader.



Von Helmut Wenzel

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Serfaus, Galtür – „Museen in Skiregionen müssen sich besonderen Herausforderungen stellen“, erläuterte Kuratorin Sylvia Mader kürzlich vor 4500 Teilnehmern der ICOM-Generalkonferenz (International Council of Museums, Internationaler Museumsrat) in Kyoto. „In der Zwischensaison ist das ganze Dorf eine Baustelle. In der Saison sind Gäste da und fast niemand hat Zeit für einen Museumsbesuch. Das Interesse an Kultureinrichtungen hält sich in Grenzen.“

Der ICOM sieht sich der Bewahrung und Pflege der Vergangenheit verpflichtet. Es ist ein globales Netzwerk mit 118 nationalen Komitees und 30 internationalen Fachkomitees. Bei der 25. ICOM-Generalkonferenz von 2. bis 7. September waren zwei Kultureinrichtungen aus dem Bezirk Landeck präsent: das Galtürer Alpinarium und das Serfauser Pfarrmuseum. Mader, Vorstandsmitglied im ICOM Österreich, referierte zum Thema „Museen in Skiregionen“. Galtür und damit das Alpinarium haben, so Mader, wegen der Lawine 1999 „einen weltweit hohen Bekanntheitsgrad“. Trotzdem habe es die Einrichtung schwer, Aktivitäten mit großem Publikumserfolg zu setzen. Letzterer sei stark vom Wetter abhängig. „Wenn die Straße gesperrt ist, kommen täglich 50 Leute weniger.“

Das Galtürer Alpinarium.
Das Galtürer Alpinarium.
- Wenzel

Das mit zahlreichen sakralen Exponaten bestückte Serfauser Pfarrmuseum, das 700 Jahre Kirchengeschichte zeigt, werbe unter ähnlich schwierigen Rahmenbedingungen um interessierte Besucher. „In der anschließenden Diskussion wurde angeregt, die besonderen Eigenheiten der beiden Einrichtungen bei der Neufassung der Museumsdefinition zu berücksichtigen“, schilderte Mader. In Kurzporträts stellte die Kuratorin zudem das Ischgler Seilbahnmuseum sowie das Museum St. Anton am Arlberg vor.