Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 07.12.2017


Architektur

Innsbrucker Architekten gewinnen

Beim Architektenwettbewerb für die Pflegeschule in St. Johann konnten sich zwei Innsbrucker Architekten gegen acht Mitbewerber durchsetzen.

© RitschSo sieht eine Visualisierung der Pflegeschule in St. Johann aus.Foto: Ritsch



St. Johann i. T. – Die Würfel sind gefallen. Nachdem im September der Startschuss für den Architektenwettbewerb für die Pflegeschule in St. Johann fiel, steht nun fest, wer die Schule planen darf: Gewonnen hat die Innsbrucker Architekten-Arbeitsgemeinschaft Sabine Penz und Kurt Rumplmayr, die sich gegen acht Mitbewerber aus Tirol und Salzburg durchsetzen konnte. „Die Abstimmung in der Jury war einstimmig“, sagte Paul Sieberer, Obmann des Gemeindeverbands Bezirkskrankenhaus St. Johann, bei der gestrigen Pressekonferenz.

Wie berichtet, stellt die Pflegeschule St. Johann ein Kooperationsprojekt der Bezirkskrankenhaus-Verbände Kufstein und St. Johann dar. Die Schule selbst wird als „Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Kufstein – St. Johann“ mit künftig zwei Standorten unter der Leitung des Kufsteiner Schuldirektors Andreas Biechl geführt.

Die Planungen von Penz und Rumplmayr sehen einen viergeschoßigen, würfelartigen Baukörper vor, der am nordöstlichen Teil des Bauplatzes entstehen soll. „Uns war es wichtig, dass der Grünraum vor dem Krankenhaus möglichst frei bleibt“, erklärte Kurt Rumplmayr. Ziel war es auch, sich an die ortsplanerischen Vorgaben der Gemeinde St. Johann zu halten.

Über die Kosten des Projekts hält man sich noch bedeckt. „Es ist zu früh, die Kosten im Detail bekannt zu geben“, sagt Sieberer, führt aber zugleich an, dass es eine Orientierungssumme von ca. vier Mio. Euro gebe. „Da ist aber mehr drin als nur die Baukosten.“ Fest stehe hingegen der Aufteilungsschlüssel: Laut Sieberer übernimmt 45 Prozent der Bezirksverband St. Johann und 55 Prozent das Land.

Geplanter Baubeginn ist das Frühjahr 2018, im Herbst 2019 sollen die ersten Schüler ihre Klassen beziehen. (miho)