Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 15.03.2019


Uderns

Die „Dualität der Dinge“ im Steudltenn

Das Theaterfestival im vorderen Zillertal geht heuer zwischen 4. April und 6. Juli in Szene. Im Programm: zwei Stücke von Felix Mitterer.

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© christian-wind



Uderns – Das Theaterfestival „Steudltenn“ in Uderns im Zillertal will heuer auf die „Dualität der Dinge“ hinweisen. In den ausgewählten Stücken stehen beispielsweise die wechselseitige Beziehung von Vergessen und Erinnern bzw. Gut und Böse im Zentrum. „Die Kunst ist dabei der Spiegel dieser Dualität“, sagte der Künstlerische Leiter des Festivals, Hakon Hirzenberger, am Donnerstag bei der Programmpräsentation.

Das Thema Dualität zieht sich wie ein roter Faden durch den Spielplan. „Wie durch Zauberhand“, gab Hirzenberger zu. Denn zu Beginn der Programmauswahl sei dieser nicht unbedingt angelegt gewesen. Sogar in der Außeninstallation, dem Lichtergarten, geht es ab April nunmehr um Licht und Schatten. „Wir setzen auf den Faktor Licht“, verriet Hirzenberger. Damit wolle man der nach den Vorstellungen einsetzenden Dunkelheit entgegentreten.

Auch im Stück „Der Panther“ von Felix Mitterer lauern die Gegensätze. In dem Werk zum Thema Demenz geht es um das Vergessen und Erinnern, um Wahrheit oder Nicht-Wahrheit. Auch im zweiten Mitterer-Stück „Krach im Hause Gott“, bei dem Klaus Rohrmoser die Regie übernehmen wird, machte Hirzenberger Gegensatzpaare wie Hoffnung vs. Nicht-Hoffnung aus.

Jenseits dieser „Spiegelfunktion“ der heurigen Werke steht auch beispielsweise Nikolaus Habjan am Programm, der sich als „Kunstpfeifer“ unter Beweis stellen wird. Abermals gespielt wird auch „Die Stillen Nächte des Ludwig Rainer“ aus der Feder von Hirzenberger selbst.

Das Zillertaler Theaterfestival geht von 4. April bis 6. Juli über die Bühne. Neben dem künstlerischen steht 2019 der ökologische Anspruch mit im Vordergrund. „Wir sind 2019 erstmals und in Tirol einzigartig ein ,Green Event Tirol Star‘“, erklärte Bernadette Abendstein, die als Initiatorin des Festivals gilt.

Insgesamt wird es heuer 82 Vorstellungen geben, darunter auch ein umfangreiches Kinderprogramm, bei dem etwa der „Grüffelo“ auf die Bühne gebracht wird.

Darüber hinaus bindet man beim „U21-Projekt“ die Jugend mit ein, mit der „Momo“ für das Festival erarbeitet wurde. Infos: www.steudltenn.com. (APA, TT)