Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 19.10.2019


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Zeitzeugin Anita Lasker-Wallfisch: „Heute spielst du, morgen stirbst du“

Anita Lasker-Wallfisch überlebte die Shoah, weil sie Cello spielen konnte. Gestern wurde die Zeitzeugin mit dem Ehrendoktorat der Uni Innsbruck geehrt.

Anita Lasker-Wallfisch war Mitglied des Mädchenorchesters im Konzentrationslager Auschwitz.

© Julia HammerleAnita Lasker-Wallfisch war Mitglied des Mädchenorchesters im Konzentrationslager Auschwitz.



Innsbruck – „Alma Rosé verdanke ich mein Leben“, sagt Anita Lasker-Wallfisch. 1943 wurde Lasker-Wallfisch nach Auschwitz deportiert. „Als Kriminelle, nicht als Jüdin“, sagt sie. Auch das sei ein glücklicher Zufall gewesen. „Die Juden gingen direkt ins Gas, Kriminelle nicht.“ Zur „Kriminellen“ wurde sie, weil sie als Zwangsarbeiterin in einer Papierfabrik Dokumente fälschte. „Ich wollte nicht akzeptieren, dass ich wegen meiner jüdischen Herkunft umgebracht werde, und beschloss, den Deutschen einen besseren Grund zu geben, mich zu töten.“

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