Letztes Update am Mo, 14.03.2016 14:10

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Film und TV

Romy-Akademiepreise werden heuer in 14 Kategorien vergeben

Der österreichische Film- und Fernsehpreis Romy zeichnet neben Schauspielern und Moderatoren heuer auch wieder die besten Produktionen und Macher hinter den Kameras aus. Landkrimis, „Das ewige Leben“, Josef Hader, Wolf Haas, „Vorstadtweiber“ und David Schalko mit „Altes Geld“ befinden sich unter den Nominierten.

© APA/HELMUT FOHRINGERRegisseur David Schalko darf für "Altes Geld" auf eine Romy hoffen.



Wien – Im Rahmen der Romy-Akademiepreise werden in 14 Kategorien die unsichtbaren Heldinnen und Helden der TV- und Film-Branche geehrt.

Als Bester TV-Film wurden dabei der ORF-Weihnachtsfilm „Kleine große Stimme“ (Mona Film), der Kärntner ORF-Landkrimi „Wenn Du wüsstest, wie schön es hier ist“ (Graf-Filmproduktion) sowie der ARD-Thriller „Operation Zucker. Jagdgesellschaft“ (Wiedemann&Berg Television) nominiert. In der Kategorie Bester Kino-Film kämpfen „Das ewige Leben“ (Dor Film), „Die dunkle Seite des Mondes“ (Port au Prince Film) und „Traumfrauen“ (Hellinger/Doll) um eine Romy.

Weitere Nominierungen gibt es darüber hinaus in den Kategorien Beste Regie TV-Film, in der Barbara Eder für den Landkrimi „Kreuz des Südens“ zu den Nominierten zählt, Beste Kamera TV Film, wo „Vorstadtweiber“-Kamerafrau Eva Testor Chancen auf eine Romy hat, Bestes Buch TV Film mit Friedrich Ani/Ina Jung („Operation Zucker“), Lars Becker („Zum Sterben zu früh“) und David Schalko („Altes Geld“) als Nominierten sowie Bester Produzent TV Film. Im Bereich Kino sind es noch die Kategorien Beste Regie Kinofilm, Beste Kamera Kinofilm, Bester Produzent Kinofilm sowie Bestes Buch Kinofilm, für das heuer unter anderem Josef Hader, Wolfgang Murnberger und Wolf Haas für „Das ewige Leben“ und Florian David Fitz für „Der geilste Tag“ nominiert sind.

Chancen auf eine Romy in der Kategorie beste TV Doku haben die ARD-Sendung „Geheimsache Doping - Im Schattenreich der Leichtathletik“, die RTL-Produktion „Niki Lauda: Mein Leben am Limit“ sowie die ATV-Doku-Soap „Wachzimmer Ottakring“. Bei den Kino-Dokumentationen wurden Kurt Langbeins „Hubert von Goisern - benna tuat‘s schon lang“, die Geyrhalterfilm-Produktion „Über die Jahre“ sowie „Giovanni Segantini - Magie des Lichts“ (Swissfilms) nominiert. Neu bei den Akademie-Romys sind heuer die Kategorien Bester Nachwuchs - weiblich und Bester Nachwuchs - männlich. Alice Dwyer („Ma folie“), Jana McKinnon („Beautiful Girl“) und Anna Posch („Chucks“) beziehungsweise Marlon Boess („Beautiful Girl“), Simon Morzé („Einer von uns“) sowie Johann Nussbaumer („Vorstadtweiber“) stehen zur Wahl.

„Mir ist es vor allem wichtig, dass die Romy-Akademiepreisträger nicht als Preisträger zweiter Klasse behandelt werden. Also jene Kreativen, die hinter den Kulissen wichtige Arbeit leisten und die Basis für Glanz und Glamour der Publikumslieblinge überhaupt erst bilden, ebenfalls ins Scheinwerferlicht gestellt werden“, so Romy-Juryvorsitzender Rudolf John. Wichtig waren John auch die neuen Nachwuchs-Preise. „Weil ich die Förderung von Nachwuchs für enorm wichtig und in den letzten Jahren vernachlässigt halte, haben wir heuer die Tradition wieder aufgenommen, junge Schauspieltalente für die Romy zu nominieren und von der Romy-Akademie wählen zu lassen“, erklärte der Vorsitzende der Romy-Jury.

Der österreichische Film- und Fernsehpreis für den deutschsprachigen Raum wird heuer bereits zum 27. Mal von der Tageszeitung „Kurier“ veranstaltet. Die besten Schauspielerinnen und Schauspieler sowie Moderatorinnen und Moderatoren werden dabei in sechs Kategorien vom Publikum gewählt. Die Auswahl der Akademiepreise erfolgt durch eine Jury von Film- und TV-Journalisten sowie durch die Wahl aller bisherigen Romy-Preisträger. Die Publikumspreise werden am 16. April bei einer vom ORF übertragenen Gala in der Wiener Hofburg verliehen, die Verleihung der Akademiepreise erfolgt bereits zwei Tage zuvor am 14. April. (APA)


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