Letztes Update am So, 16.12.2018 11:35

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kino

„Honig im Kopf“ ist Totalflop in den USA: Til Schweiger ratlos

Mit „Honig im Kopf“ feiert Til Schweiger im deutschsprachigen Raum seinen bisher größten Kino-Erfolg. Sein US-Remake namens „Head Full of Honey“ ist dagegen ein Megaflop. Nach nur wenigen Tagen wird der Film nun sogar abgesetzt. Der Regisseur kann sich das nicht so recht erklären.

Regisseur und Schauspieler Til Schweiger.

© imago/EibnerRegisseur und Schauspieler Til Schweiger.



New York, Los Angeles – Bescheidener hätte es für Til Schweiger und sein US-Remake von „Honig im Kopf“ nicht laufen können. Am 30. November feierte „Head Full of Honey“ in zwei New Yorker Kinos und zwei weiteren in Los Angeles Premiere. Nach nur sechs Tagen wurde der Streifen wieder abgesetzt. Der Grund: Die Besucherzahlen waren einfach zu schlecht. Hinzu kamen vernichtende Kritiken in den USA. Eine Tatsache, die Schweiger offenbar nicht nachvollziehen kann.

Er habe mit eigenen Augen gesehen, dass sein Film beim US-amerikanischen Publikum gut angekommen sei, sagt der 54-Jährige nun im Gespräch mit der Zeitschrift „Bunte“. „Die Reaktionen waren mit denen in Deutschland identisch“, versichert Schweiger. Man habe im Kinosaal in Los Angeles nicht nur „geweint, gelacht und geklatscht“, sondern die Menschen seien am Filmende auch „lange sitzen geblieben“, schildert er seine Beobachtungen.

Streamingdienste im Visier

Aber woran liegt es dann, dass der Unterhaltungsfaktor des Remakes mit Nick Nolte in der Hauptrolle von „The Observer“ mit einer „Wurzelbehandlung ohne Betäubung“ verglichen wurde? Das weiß Schweiger wohl selbst nicht so recht. „Leider waren die Zahlen nicht gut genug, um Warner Brothers dazu zu bewegen, den sogenannten Plattformstart auszuweiten“, erklärt er lediglich.

Auf diese Weise hätte man vielleicht mehr Zuschauer erreichen können als nur die wenigen in den vier ausgewählten Kinos. Umgerechnet gerade einmal 10.000 Euro hat der Film an den US-amerikanischen Kinokassen eingespielt. Zum Vergleich: „Honig im Kopf“ brachte über 50 Millionen Euro ein.

Mittlerweile wird überlegt, „Head Full of Honey“ an einen Streamingdienst wie Netflix oder Amazon zu verkaufen. Ob das US-Remake wirklich so schlecht ist, wie US-Kritiker behaupten, können deutsche Fans im kommenden Jahr selbst überprüfen. Trotz des US-Flops soll der Streifen laut Schweiger wie geplant Ende März auch hierzulande in die Kinos kommen. (TT.com)