Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 24.07.2018


Osttirol

Der Mond fällt nicht ins Wasser

Ein sieben Meter messendes Kugelmodell unseres Mondes wird wie geplant ein Highlight des Olala-Festivals sein.

© Robert SilsDie Installation „The Museum of the Moon“ wird am Freitag- und Samstagabend von 21 bis 22.30 Uhr beim Schlossteich zu sehen sein.Foto: Robert Sils



Von Christoph Blassnig

Lienz – Am kommenden Freitag, 27. Juli, kommt es zu einer Mondfinsternis. Das Besondere daran: Es ist die längste Mondfinsternis in diesem Jahrhundert. Für knapp zwei Stunden wird sich der Vollmond rot einfärben und verfinstern. Unsere Milchstraße und der Mars werden bei klarem Himmel gut sichtbar werden. Eine geradezu ideale Nacht für eine Lichtinstallation, wie sie das Olala-Festival heuer bietet.

Das Wanderkunstwerk „The Museum of the Moon“ des britischen Künstlers Luke Jerram sollte nach Plan am Freitag und am Samstag ab 21 Uhr jeweils eineinhalb Stunden lang für großes Staunen sorgen, wenn es über der Wasseroberfläche des Schlossteiches schwebt und sich darin spiegelt. Das Kunstwerk begeistert Menschen auf großen Festivals in der ganzen Welt. Insgesamt sechs Stück davon besitzt der Künstler. Eines hätte bereits am 16. Juli in Lienz ankommen sollen, blieb jedoch trotz Interventionen tagelang verschollen.

Das von innen beleuchtete exakte Modell unseres Erdtrabanten wird nun doch noch rechtzeitig eintreffen und gleichzeitig seine Österreich-Premiere feiern. Die kugelförmige Skulptur misst sieben Meter im Durchmesser und verfügt rundum über NASA-Bilder der Mondoberfläche. In einem ungefähren Maßstab von eins zu einer halben Million repräsentiert jeder Zentimeter fünf Kilometer der Mondoberfläche. Die Installation ist eine Mischung aus Mondlandschaften, Mondlicht und Surround-Sound. Am Schlossteich in Lienz werden die Klänge von „Dark Side of the Moon“ von Pink Floyd erklingen. Das Olala-Team verspricht eine unvergessliche Erfahrung und empfiehlt in seiner Einladung den Besuchern, Sitzkissen und Decken mitzunehmen.

Am Montagvormittag konnte Gabriele Schwab noch keine Auskunft geben, ob das Museum des Mondes denn auch in Lienz gezeigt werden kann. Zwei Stunden später die Nachricht: Das Mondmodell befindet sich bereits in einem Depot in Graz.




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