Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 15.09.2018


Bezirk Imst

Radetzky stellt Bilder in Imst aus

Vernissage in der städtischen Galerie Theodor von Hörmann in Imst.

© HairerKulturreferent StR Christoph Stillebacher, Künstler Cäsar W. Radetzky, Sponsorenvertreter Christian Seiser und Kulturreferentin Andrea Schaller (v.l.) vor „Noa Noa: Ein froher Tag“.Foto: Hairer



Von Lisa Hairer

Imst – Am Donnerstag, den 13. September, fand in der städtischen Galerie Theodor von Hörmann die Vernissage zu Cäsar W. Radetzkys Ausstellung mit dem Titel „Menschen und andere Landschaften“ statt. Kulturreferent und Stadtrat Chris­toph Stillebacher begrüßte die zahlreichen Anwesenden, die Laudatio sprach Kulturmanager Wilhelm Großmann. Die Vernissage wurde von find out, bestehend aus Hugo Gitterle (Percussion), Evelin und Peter Juen (Gesang und Gitarre), musikalisch umrahmt.

Radetzkys Werke zeichnen sich durch Opulenz und Farbintensität aus. Wenn er malt, fliegt sein Pinsel mit viel Schwung und kraftvollen Strichen über die Leinwand, so Großmann in seiner Laudatio. Der Künstler arbeitet zu keiner Zeit an zwei Gemälden gleichzeitig. Jedes Bild entstehe für sich im Künstlergeist. Die vollendeten Werke seien teils „hart erkämpft“.

Die Musik, die Literatur und das Reisen sind für Radetzky große Quellen der Inspiration. Was ihn antreibt, ist ein unbändiger Wille, die Kunst und sein Leben zu verbinden. Gekonnt kombiniert er Abstraktion mit figürlichen Elementen, dies unterstreicht die „dreidimensionale“ Darstellung von Gefühlszuständen. „Ich wünsche mir, dass meine Porträts sozusagen die Leute selbst sind, nicht nur ihre äußere Erscheinung“, so Radetzky.

Bereits im Jahr 2000 konnte man Werke von Cäsar W. Radetzky in Imst bewundern – es handelte sich um eine Videoinstallation seines malerischen Kreuzweg-Zyklus „Die blaue Krone“ in der Brennbichler Kirche, welche zur Untermalung einer Musikaufführung des Komponisten Hannes Beckmann diente.

Im Rahmen der Ausstellung „Menschen und andere Landschaften“ fand gestern Freitag eine Musiksoirée im Gedenken an den im Jahr 2016 verstorbenen Komponisten statt. Die Münchner Bahnhofskapelle trug seine Komposition „Times of Happiness“ in der Hörmann-Galerie vor. Radetzkys Kunstwerke werden noch bis zum 10. November dort ausgestellt.




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