Letztes Update am Mi, 07.11.2018 11:50

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tiroler Premierentage

Zum 20. Jubiläum setzen „Premierentage“ auf Entschleunigung

Von 8. bis 10. November finden wieder die Tiroler “Premierentage“ statt. Zum runden Jubiläum wollen sie das Format bewusst entschleunigen und damit zugleich den Kunst-Diskurs forcieren.

© premierentageKunst, die für alle zugänglich ist, steht im Zentrum der "Premierentage".



Innsbruck, Schwaz, Hall in Tirol — Abermals im Zentrum der "Premierentage" steht der Versuch, einen niederschwelligen Zugang zu zeitgenössischer Kunst zu ermöglichen. Ab 8. November öffnen dazu zahlreiche Galerien und Institutionen in Innsbruck, Hall und Schwaz bei freiem Eintritt ihre Pforten.

Wenn es um die oftmals mit dem Etikett "sperrig" versehene, so genannte zeitgenössische Kunst geht, müssen Experten herangezogen werden, die mögliche Zugänge anbieten können. Mit dieser Haltung agieren zumindest seit geraumer Zeit die "Premierentage", die auch heuer zum Jubeljahr wieder "Experten*innenführungen" anbieten. Dieses Jahr können sich Kunstinteressierte etwa mit Manuela Ammer (Mumok) oder Flora Peyrer-Heimstätt (Offspaces TOWER Wien) durch die teilnehmenden Institutionen bewegen. Ergänzend zu diesen, an Erwachsene adressierten Führungen werden sich lokale Künstler wie Heidi Holleis oder Florian Hafele um die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in Sachen Kunstfragen kümmern.

Vom 8. bis 10. November wird aber im Auftrag der Kunst nicht nur geführt und vermittelt, sondern auch über die Gegenwart und Zukunft der zeitgenössischen Kunst in Tirol diskutiert. So kommt auch der Diskurs-Dauerbrenner "Aufwertung der zeitgenössischen Kunst" in Tirol zur Sprache. "Visionen" sind in diesem Kontext laut den Organisatoren Christa Pertl und Barbara Unterthurner ausdrücklich erlaubt. Als eine solche kann wohl das von den "Premierentagen" gemeinsam mit der in Innsbruck geborenen Künstlerin Sophia Mairer konzipierte Projekte "PT-Cargo" angesehen werden. "In einem neu geschaffenen Ort dringt die Welt der Künstlerin mit ihren Werken in den öffentlichen Raum vor", beschreiben die "Premierentage" diese Art einer öffentlichen und rund um die Uhr zugänglichen Vision.

Neben diesem neu geschaffenen Ort nimmt an den "Premierentagen" wieder das Who-is-who der Innsbrucker und Schwazer Kultur-Institutionen teil. Darunter sind unter anderem die Galerie Rhomberg, das Taxispalais Kunsthalle Tirol, der Kunstraum Innsbruck oder die Galerie der Stadt Schwaz. (APA)